Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte (GST)

Verbotene Medikamente: Die Gesellschaft Schweizerischer Tierärzte handelt

Bern (ots) - Seit Mitte April sind einige Medikamente nicht mehr zur Anwendung bei Tieren zugelassen, die der Gewinnung von Lebensmitteln dienen. Dieses Verbot war vom BAG sehr kurzfristig erlassen worden, um einen Verlust des Exportes von Lebensmitteln tierischer Herkunft in die EU zu verhindern. Um eine effiziente Umsetzung zu sichern, organisiert die Gesellschaft Schweizerischer Tierärzte im Juli und August 2001 eine freiwillige Kontrolle der Stallapotheken. Mit dieser Kampagne unterstützt die Gesellschaft Schweizerischer Tierärzte die Durchsetzung einer Massnahme, die der Schweizer Landwirtschaft erlauben wird, internationale Exportmöglichkeiten insbesondere Richtung EU beizubehalten. Die Tierärzteschaft hilft dabei den Schweizer Bauern als kompetenter Partner bezüglich der korrekten Anwendung von Tierarzneimitteln. Die Viehhalter besitzen nämlich in der Regel - ähnlich einer Haushaltsapotheke - eine Stallapotheke zur eigenen Behandlung kleinerer Probleme oder zur Weiterführung einer vom Tierarzt eingeleiteten Behandlung. Dabei kann es vorkommen, dass einzelne Medikamente nicht vollständig aufgebraucht werden. Nun sind aber verschiedene Substanzen seit Mitte April verboten; wenn diese Substanzen trotzdem noch eingesetzt werden, könnte dies für die Viehhalter Konsequenzen haben, die von der Konfiszierung von tierischen Produkten wie Fleisch und Milch bis zur Busse reichen können. Damit die neuen Massnahmen schnell greifen und um den Viehhaltern Klarheit zu verschaffen, hat die Gesellschaft Schweizerischer Tierärzte (GST) mit der finanziellen Unterstützung des BAG eine Beratungs- und Kontrollkampagne der Stallapotheken lanciert. Diese wurde diese Woche gestartet und läuft bis Ende August 2001. Ziel dieser Kampagne ist, die Bauern über die neuen Verbote zu informieren und ihnen zu ermöglichen, die verbotenen oder abgelaufenen Substanzen kostenlos zu entsorgen. Während dieser Kampagne werden Informationsblätter durch die Tierärzte verteilt und Inserate in den landwirtschaftlichen Medien geschaltet. Die Viehhalter werden ermutigt, den Inhalt ihrer Stallapotheke gemeinsam mit ihrem Tierarzt zu kontrollieren und ihm die nicht mehr anwendbaren Medikamente abzugeben. Für die fach- und umweltgerechte Entsorgung wurde eine eigene Sammel- und Vernichtungsstelle eingesetzt. ots Originaltext: Gesellschaft Schweizerischer Tierärzte Internet: www.newsaktuell.ch Kontakt: Gesellschaft Schweizerischer Tierärzte Olivier Flechtner, Tel. +41 31 307 35 35 E-mail: olivier.flechtner@gstsvs.ch Charles Trolliet, Tel. +41 21 731 13 56 E-mail : trolliet@swissonline.ch [ 013 ]

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