Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte (GST)

Verordnungen zum Heilmittelgesetz: Eile mit Weile ?

    Bern (ots) - Tierärzte sind von Bundesrat und Behörde enttäuscht, dass die neue Verordnung über den Tierarzneimitteleinsatz auf die lange Bank geschoben wird. Sie warnen vor unnötigen Skandalen, die erneut die Falschen treffen würden.

    Die notwendigen Verordnungen zum neue Heilmittelgesetz (HMG), was den humanen Bereich betrifft, werden in einer Hau-Ruck-Übung angepasst. Das neue HMG tritt nach neuestem Fahrplan anfangs 2002 in Kraft. Die neue Tierarzneimittel-Verordnung kommt hingegen auf die lange Bank.

    Überraschenderweise scheint eine neue Tierarzneimittelverordnung, trotz den dringlichen lebensmittelsicherheitlichen Aspekten so unwichtig, dass sie zwei Jahre warten muss. Eine Anfrage von NR Josef Leu an den Bundesrat wurde am 19. März 2001 in diesem Sinne beantwortet.

    Die Tierärzteschaft ist enttäuscht, dass Bundesrat und Bundesamt für Gesundheitswesen die Brisanz beim Einsatz von Tierarzneimitteln im Hinblick auf die Sicherheit unserer Lebensmittel tierischer Herkunft nicht erkennt und die längst erforderlichen Regelungen hinausschiebt. Tierärzte befürchten, dass unerwünschte Verhaltensweisen zu Usus werden. Skandale sind dadurch langfristig unvermeidlich und das Gros unserer korrekt arbeitenden Tierhalter wird einmal mehr wegen Fehlern von Einzelnen Verluste auszubaden haben.

ots Originaltext: Gesellschaft Schweizerischer Tierärzte (GST)
Internet: www.newsaktuell.ch

Kontakt:
Gesellschaft Schweizerischer Tierärzte, Dr. med. vet. FMH Werner
Koch, Beauftragter für Tierarzneimittel. Tel +41 41/911 08 00, Fax
+41 1/911 08 04, E-Mail: werner.koch@gstsvs.ch.
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