Deutsche Messe AG Hannover

International CeBIT Summit 2006 - 200 Gäste beim ITK-Gipfel

    Hannover (ots) - Am 8. März 2006, kurz vor der Eröffnung der CeBIT in Hannover, trafen sich auf Einladung der Deutschen Messe AG in Kooperation mit dem BITKOM, der Wirtschaftswoche und dem Handelsblatt etwa 200 Gäste, mehrheitlich CEOs und CIOs aus Anwenderunternehmen, um mit führenden Managern aus der ITK-Branche Zukunftsthemen für ihre Unternehmen zu besprechen. In einer anregenden Mischung aus Vorträgen und Diskussionen stand beim "International CeBIT Summit" das Verhältnis von neuen Technologien und Geschäftsprozessen im Mittelpunkt des Gedankenaustauschs. Zu den Referenten zählten unter anderem Shai Agassi, Member of the Board bei SAP, Colin MacLean Boyd, CIO von Sony Ericsson in London, und Yang Yuanqing, Chairman of the Board bei Lenovo.

    Unter den ersten Rednern war der Analyst Steve Prentice, Vice President bei Gartner. Prentice widmete sich dem Thema "Technology, Business and Society - The Future of IT". Seiner Meinung nach sprechen die Zahlen für sich: Über eine Milliarde Computer sind inzwischen auf dem Globus installiert, und die Informationstechnologie bestimmt immer mehr sowohl das berufliche als auch das private Leben. Nach einer "Installationsphase der IT" in den Jahren 1970 bis 2000 in den Unternehmen befinden wir uns laut Prentice nun in einer Phase der "breiten Durchdringung der Gesellschaft mit den Errungenschaften der digitalen Revolution". Die IT-Branche habe genug Innovationswillen bewiesen, um weiter optimistisch nach vorn zu blicken. Belege dafür sind nach Meinung von Prentice die fortschreitende Virtualisierung auf Hardware- und Software-Ebene sowie erfolgreiche Ansätze für das Utility-Modell, bei dem die Kunden nicht mehr komplette Produkte kaufen, sondern nur noch den Zugang.

    Nach Ansicht von Willi Berchtold, Präsident des BITKOM, geht es mit der ITK-Branche nach einer nicht zu leugnenden, konjunkturell bedingten Abwärtsbewegung nun wieder aufwärts. Berchtold erläuterte, wie weit die modernen Technologien von Computer und mobiler Telefonie bereits das gesamte gesellschaftliche Leben bestimmen. Man müsse allerdings, meinte der BITKOM-Präsident, auch realistisch die Lage in Deutschland einschätzen. So müsse wieder mehr für die Ausbildung in den naturwissenschaftlichen Fächern und der Informatik getan werden.

    "Business Drives IT Drives Business"

    Dr. Thomas Endres, CIO bei der Lufthansa, zeigte auf, wie Unternehmen den rechtzeitigen Übergang von einer auslaufenden zu einer innovativen Technologie finden können. Der optimale "Point of Change" muss nach dem jeweiligen Anfangs- und Endpunkt genau bestimmt werden. Nur so können die Entscheidungsträger vom CIO über den CFO bis hin zum CEO die IT zum Treiber der Geschäftsprozesse machen.

    Shai Agassi von SAP, USA, erläuterte, wie Anwender sich aus der Fessel monolithischer Altsysteme befreien können: Mit der Service Oriented Architecture (SOA) und NetWeaver sei SAP seinen Kunden vorangegangen und zeige konkrete Wege auf, wie sich eine "offene Welt" von Applikationsmodulen aufbauen lasse.

    Globalisierung hautnah

    Colin MacLean Boyd von Sony Ericsson und Oliver Ahrens von Acer zeigten auf, wie sich ihre Unternehmen in der globalen Konkurrenz positionieren. Boyd betonte vor allem die praktischen Vorteile, aber auch die Fallstricke, mit denen ein weltweit agierendes Unternehmen zu rechnen hat. Die kulturellen Unterschiede, berichtete er aus seiner eigenen Erfahrung, sind größer als zunächst angenommen.

    Dr. Gerd Wolfram von der ebenfalls global agierenden METRO Group verwies auf die Vorteile, die der Einsatz neuer Technologien wie RFID für die eigene Lieferkette, aber auch für den Kunden hat. RFID sei nichts als die logische Konsequenz des herkömmlichen Preisschilds und des Barcodes, biete aber wesentlich mehr Auswertungsmöglichkeiten.

    Innovationen sinnvoll einzusetzen, war auch das Thema des Vortrags von Mark L. Shearer von IBM. Shearer betonte, dass man neben einer genauen Definition von Innovation mit den Kunden über deren Interessen sprechen muss. IBM prüft in regelmäßigen CEO-Studies, wie sich Unternehmen dem technischen Fortschritt stellen. Was das konkret bedeuten kann, umriss Lenovo-Manager Yang: Mit der Übernahme der PC- und Notebook-Sparte ist der chinesische Hardware-Produzent auf dem Sprung zur weltweiten Expansion.

    Der Vortrag von Viviane Reding, Commissioner for Information Society and Media der Europäischen Kommission, machte eine weitere Dimension der fortschreitenden Digitalisierung deutlich: Ihr Thema war "Television is going mobile". Reding zeigte die Möglichkeiten und Gefahren dieses neuen Mediums in der Zukunft auf. Die Europäische Kommission sieht einen Regulierungsbedarf, gerade auch, um der Privatwirtschaft in Europa ihren Handlungsspielraum zu erhalten. Neue Monopole müssen laut Reding verhindert werden, unter anderem durch die Schaffung einheitlicher Standards für Mobile TV.

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