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Media Service: Dialog zwischen Muslimen und Regierung: Eine "optimistische" Bilanz, trotz unterschiedlicher Vorstellungen zur Integration

    Bern (ots) - Der Dialog zwischen der Schweizer Regierung und der muslimischen Gesellschaft, der 2007 lanciert worden war, hat gezeigt, wie wichtig es für Muslime ist, "den Dialog auch unter sich zu führen". Das sagt die Islam-Expertin Amira Hafner-Al.Jabaji, eine Schweizerin mit irakischen Wurzeln, im Interview mit swissinfo.ch.   Eine Kluft bestehe aber bei der Ansicht, was es bedeute, integriert zu sein. "Die allgemeine Vorstellung weicht vom juristischen Ansatz ab".

    Amira Hafner-Al-Jabaji ist Präsidentin des "Interreligiösen think tanks", dessen Ziel es ist, den Religionsfrieden zu fördern und dem Fundamentalismus entgegen zu wirken. Ein positiver Effekt der Abstimmung über das Minarett-Verbot sei, dass Fragen über die Sicherheit einer Debatte über die Integration der Muslime in der Gesellschaft gewichen seien.

    Muslime müssten selber daran arbeiten, ihr Image und jenes des Islams zu ändern, sagt sie. "Muslime müssen aktiv werden, herausfinden, wie sie auf positive und konstruktive Weise kooperieren, sich integrieren und vermehrt an der Gesellschaft partizipieren können".

    Amira Hafner-Al-Jabaji spricht im Interview auch über die Frage des Kopftuchs sowie über mangelnde Kenntnisse des Islams in den Schweizer Medien.

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