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Weltkindertag: Kindergeschrei ist Zukunftsmusik

Weltkindertag: Kindergeschrei ist Zukunftsmusik
Dr. Martin Sonnenschein, Partner und Managing Director Central Europe bei A.T. Kearney GmbH in Berlin. Weiterer Text über OTS und www.presseportal.de/pm/15196 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/A.T. Kearney"

Düsseldorf/Wien/Zürich (ots) - Am 20. September ist Weltkindertag. Zu diesem Anlass spricht Dr. Martin Sonnenschein, Managing Director Central Europe bei A.T. Kearney, im Interview über die Rolle von Kindern für die Gesellschaft sowie die Förderung des Rechts auf Bildung in Deutschland.

Anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen, stellte UNICEF den Weltkindertag dieses Jahr unter das Motto "Jedes Kind hat Rechte". Grundrechte auf elterliche Fürsorge, Spiel und Freizeit sind in der Konvention ebenso verankert wie das Recht auf Bildung. Pünktlich zum Jubiläum veröffentlichte UNICEF am Mittwoch den vierjährig erscheinenden Kindermonitor. Die Studie stellt heraus, was Kinder bewegt und was für sie die wichtigsten Werte sind. Die Resultate zeigen, dass für Kinder die Familie nach wie vor das wichtigste im Leben ist.

Als Managing Director Central Europe bei A.T. Kearney, fördert Dr. Martin Sonnenschein mit der Initiative "361°-Die Neuerfindung der Familie" den Dialog von renommierten Experten aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Medien, um Eckdaten einer Familienpolitik zu entwickeln, die Wachstumspolitik für die Wirtschaft ist.

Herr Dr. Sonnenschein, welche Rolle spielen Kinder für unsere Gesellschaft?

Kinder sind die Zukunft unserer Gesellschaft. In Kindern steckt sehr viel Kreativitätspotenzial und Kreativität ist unsere Zukunft. Innovation wäre ohne Kreativität und Bildung nicht möglich. Der Generationenvertrag wird nicht ohne Kinder erfüllt. Für mich ist Kindergeschrei Zukunftsmusik - für die Wirtschaft und für die Gesellschaft.

Was können wir tun, um unseren Nachwuchs zu fördern?

Die Familie muss Rückhalt bieten und Rückzugsort sein. Es sind nicht nur Politik und Wirtschaft gefordert, sondern auch wir selbst in der Rolle der Eltern. Mir ist es ein großes Anliegen, das besondere Aufgewecksein und Interesse für Veränderung bei Kindern hochzuhalten. Das muss in den Bildungseinreichtungen passieren, gleichzeitig aber auch in den Familien selbst. Wir sind ein recht rohstoffarmes Land und müssen daher verstärkt auf unser geistiges Potenzial setzen. Dazu müssen Familie und Gesellschaft offen für Veränderungen sein und bereit sein, die Komfortzone zu verlassen. Wir haben dies als Erwachsene häufig schon verlernt. Daher müssen wir die nächste Generation diesbezüglich weiterentwickeln. Sonst werden wir als Gesellschaft nicht die Dynamik an den Tag legen, die wir eigentlich an den Tag legen sollten.

Welchen Einfluss hat die Vereinbarkeit von Beruf und Familie auf die Erziehung der Kinder?

Durch eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie werden Eltern flexibler in der Zeit, die sie für famliäre Aufgaben und für Kindererziehung bereitstellen können. Das wird dazu führen, dass eine qualitativ hochwertigere Zeit mit der Familie, mit Kindern zur Verfügung steht. Es geht hier nicht um Menge, sondern um Qualität - und die wird durch eine verbesserte Vereinbarkeit tatsächlich gesteigert.

Herr Dr. Sonnenschein, das Recht auf Bildung ist ein Menschenrecht. Wo gibt es diesbezüglich in Deutschland noch Verbesserungsbedarf?

Zunächst sollen alle Menschen vorbildlich, und nicht nur Vorbild sein. Wir alle müssen unsere Vorbildrolle wahrnehmen. Hinsichtlich der Gerechtigkeit halte ich es für sehr wichtig, dass Kinder sowohl im schulischen als auch im häuslichen Bereich die gleichen Bildungschancen haben. Wir dürfen nicht nachlassen im Bestreben, Kinder unabhängig von der gesellschaftlichen Zugehörigkeit und Schichten den Zugang zu Bildung zu ermöglichen. Ein weiterer Aspekt, den wir in dieser Hinsicht häufig vernachlässigen, ist der der Unterstützung von behinderten Kindern. Inklusion ist ein wesentlicher Aspekt zur Förderung von Potenzialen und schließlich auch zur Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts.

Was haben Sie persönlich durch Ihre Kinder gelernt?

Erst mit meinen eigenen Kindern habe ich erlebt, wie viel Kraft, Energie, Impulse, Anregungen und Rückhalt ich durch meine Familie erfahre. Gleichzeitig habe ich gelernt, wie viel Energie und Ausdauer es benötigt, um eine Familie, um Kinder zu entwickeln. Das Geben und Nehmen ist das, was ich persönlich sehr deutlich gespürt habe. Gleichzeitig habe ich gelernt, das Potenziale von Menschen sehr unterschiedlich sein können und dass man durch den Familienzusammenhalt unendlich viele Potenziale von einzelnen Individuuen gemeinsam als Familie erschließen kann.

http://www.atkearney361grad.de/hintergrund/weltkindertag/

Über A.T. Kearney 361°

Warum kümmert sich eine Unternehmensberatung um das Thema Familie? Weil wir familienpolitisch vor großen Herausforderungen steht. Die Vereinbarung von Familie und Beruf ist hierzulande besonders schwierig. Niedrige Geburtenraten und eine überkommene Förderung der Familie schwächen die Zukunft unseres Landes. Damit die Familie ihren vollen Beitrag zu den volkswirtschaftlichen Herausforderungen eines Landes leisten kann, muss der gesellschaftliche Rahmen, der sie umgibt, auf sie abgestimmt sein. A.T. Kearney hat sich daher zum Ziel gesetzt, gemeinsam mit renommierten Experten Eckdaten einer Familienpolitik zu entwickeln, die Wachstumspolitik für die Wirtschaft ist.

Seit April 2011 hat A.T. Kearney mit namhaften Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik Veranstaltungen zu einzelnen Fragestellungen zur Familie (Demografie, Bildung, Familienfreundlichkeit in Unternehmen, etc.) durchgeführt und das Thema auf eine breite gesellschaftliche Bühne gehoben. Die Ergebnisse fanden Eingang in eine exklusive Publikationsreihe.

Gemeinsam mit dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und dem Markt- und Sozialforschungsinstitut infas haben wir in den Jahren 2012 und 2013 Studien zum Thema Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Unternehmen durchgeführt. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung der Rolle der Unternehmen für das Thema Familienfreundlichkeit, zeigen aber auch, dass viele Unternehmen diese Rolle unterschätzen.

Mit dem 2013 lancierten 361° Family Award werden die Unternehmen und Organisationen prämiert, die im Bereich Familienfreundlichkeit Besonderes geleistet haben und als Vorbild dienen. Er soll im Jahresturnus vergeben werden, die erste Preisverleihung findet Ende 2014 statt. Weitere Informationen zum Family Award finden Sie HIER.

Flankiert wird die Initiative durch den Blog www.atkearney361grad.de, der als Informationsplattform und pluralistisches Diskussionsforum dient. Die in den Beiträgen dargestellten Meinungen und Sichtweisen sind vielfältig und spiegeln nicht notwendigerweise den Standpunkt von A.T. Kearney wider.

Über A.T. Kearney

A.T. Kearney zählt zu den weltweit führenden Unternehmensberatungen für das Top-Management und berät sowohl global tätige Konzerne als auch führende mittelständische Unternehmen und öffentliche Institutionen. Mit strategischer Weitsicht und operativer Umsetzungsstärke unterstützt das Beratungsunternehmen seine Klienten bei der Transformation ihres Geschäftes und ihrer Organisation. Im Mittelpunkt stehen dabei die Themen Wachstum und Innovation, Technologie und Nachhaltigkeit sowie die Optimierung der Unternehmensperformance durch das Management von Komplexität in globalen Produktions- und Lieferketten. A.T. Kearney wurde 1926 in Chicago gegründet. 1964 eröffnete in Düsseldorf das erste Büro außerhalb der USA. Heute beschäftigt A.T. Kearney rund 3.200 Mitarbeiter in 39 Ländern der Welt. Seit 2010 berät das Unternehmen Klienten klimaneutral. Weitere Informationen finden Sie unter www.atkearney.de und auf Facebook: www.facebook.com/atkearney.de .

Kontakt:

Thomas Becker
Director Marketing & Comm.

A.T. Kearney GmbH
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