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KPMG-Studie: Hart umkämpfter M&A-Markt erhöht Erwartungsdruck bezüglich positiver Synergien - 43 Prozent der Synergievorteile sind heute im Übernahmepreis enthalten

    Zürich (ots) - Über die Grössenordnung der Herausforderung informiert eine neue Studie von KPMG. Im Durchschnitt sind 43 Prozent der vom Käufer angestrebten Synergien im Kaufpreis enthalten. Das bedeutet, dass die Käufer fast die Hälfte der Synergien realisieren müssen, um nur die Gewinnschwelle zu erreichen. Bislang haben jedoch nahezu zwei Drittel der Käufer die gesetzten Synergieziele verfehlt.

    In einem Kommentar zur weltweiten Studie unter dem Titel „The Morning After" meint Bryan DeBlanc, Head Transaction Services von KPMG Schweiz: „Den Zuschlag für eine M&A- Transaktion zu erhalten, ist nur die halbe Miete. Am Morgen nach dem Abschluss der Transaktion darf sich der CEO den Kopf darüber zerbrechen, wie sich der Transaktionswert rechtfertigen lässt, während sich der Finanzchef möglichst schnell Gewissheit darüber verschaffen will, was genau erworben wurde. Mit der Party zur Feier der Transaktion sollte deshalb zugewartet werden, bis diejenigen Vorteile, die den Entscheidungen zugrunde lagen, realisiert sind."

    Der M&A-Markt hat in den letzten Jahren eine radikale Professionalisierung erfahren. Die Verkäuferseite führt heute straff organisierte Auktionen mit knappen Terminvorgaben durch, während sich unter den Bietern oftmals Beteiligungsgesellschaften finden, die auf Transaktionen spezialisiert sind. Käufer, die in einem solchen Umfeld Transaktionen abwickeln wollen, werden gezwungen sein, innert kurzer Zeit und bei begrenztem Informationszugang zu handeln.

    „Der heutige Markt reduziert die Zahl der erfolgreichen Transaktionen ebenso wie diejenige der drastischen Fehlschläge." Eine Analyse der Aktienkursperformance von Unternehmen, welche diese Transaktionen durchführten, hat ergeben, dass über 40 Prozent im Vergleich mit dem Markt wertneutral blieben. Für Unternehmen, die ihre strategische Position in einem hart umkämpften Marktumfeld behaupten wollen, kann dies ein durchaus positives Ergebnis bedeuten.

  Bei der Abwicklung der Transaktionen mussten die Unternehmen in der Mehrzahl eine gesetzliche Frist von durchschnittlich drei Monaten einhalten. Nach dem Abschluss dauerte es im Durchschnitt weitere neun Monate, bis die Unternehmen laut eigenen Aussagen die wichtigsten Probleme nach der Transaktion unter Kontrolle hatten; etwas mehr als zehn Prozent gaben zu Protokoll, dass sie fast zwei Jahre benötigten, um an diesen Punkt zu gelangen.

    Bryan DeBlanc weiter: „Wie die Studie zeigt, ist die Kontrolle nach der Transaktion eine wesentliche Voraussetzung, um allfällige Wertminderungen zu stoppen. Wer sich in eine möglichst günstige Position bringen will, sollte frühzeitig mit der Planung beginnen und ein fähiges Team auf den Fall ansetzen. Zwei von drei Unternehmen sagten aus, dass sie heute anders vorgehen würden."

    Obwohl unterschiedliche Organisationskulturen als zweitgrösste Herausforderung genannt wurden, waren 80 Prozent der Unternehmen ungenügend auf diese Aufgabe vorbereitet. Auf die Frage, was sie beim zweiten Mal anders machen würden, meinten die Befragten, sie würden mehr Zeit für die Beurteilung der Kultur aufwenden und diese zu ihren drei wichtigsten Prioritäten erklären.

    Abschliessend meint Bryan DeBlanc: „Mehr denn je entscheiden heute die Aktivitäten nach der Transaktion über Erfolg und Misserfolg. Die Transaktion selbst schafft keinen Mehrwert, sondern gibt dem Management Gelegenheit, nach der Transaktion für eine positive Entwicklung zu sorgen. Die Veränderung in Richtung „wertneutral" bedeutet, dass die Professionalisierung des Prozesses vor der Transaktion als positive Entwicklung gewertet werden kann. Jetzt ist es an der Zeit, dass auch die Phase nach der Transaktion in gleichem Mass professionalisiert wird."

    Die Studie „The Morning After" basiert auf Interviews mit 101 Führungskräften, die in einer Stichprobe von weltweit tätigen Unternehmen für die Abwicklung von M&A-Transaktionen verantwortlich sind. Ausserdem wurden 20 Beteiligungsgesellschaften über ihre Erfahrungen mit grösseren Transaktionen befragt, die in den Jahren 2002 und 2003 abgewickelt wurden. Die Feldarbeit wurde zwischen dem 30. August und dem 7. November 2005 durchgeführt.

    Ausführlichere Ergebnisse zur Studie „The Morning After"(in Englisch) sind unter www.kpmg.ch downloadbar.

    KPMG International ist ein weltweit führender Verbund von Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaften und beschäftigt rund 104'000 Mitarbeiter in 144 Länder. Die Tätigkeiten von KPMG Schweiz sind in der KPMG Holding (dem Schweizer Mitglied von KPMG International) zusammengefasst. Unter diesem Dach beschäftigt KPMG in der Schweiz rund 1'470 Mitarbeitende an dreizehn Standorten. Im Geschäftsjahr 2005 erzielte KPMG Schweiz einen Umsatz von 367 Millionen Franken, was einem Wachstum von 12.9 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

    Weiterführende Informationen finden Sie unter www.kpmg.ch.

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