Neue Luzerner Zeitung

Media Service: Schlagzeilen der "Zentralschweiz am Sonntag" vom 23. September

Luzern (ots) - Nachfolgend die aktuellen Meldungen der "Zentralschweiz am Sonntag":

Rafale greift den Gripen an Verteidigungsminister Ueli Maurer gibt sich standfest: Der künftige Kampfjet für die Schweizer Armee soll der schwedische Gripen sein. Sämtliche Kritik an diesem Entscheid prallt an Maurer ab - oder wird von ihm gekontert. Nun aber flattert dem Verteidigungsminister ein Brief des französischen Jet-Herstellers Dassault auf den Schreibtisch. Darin steht: «Wir möchten Ihre Aufmerksamkeit auf realistische alternative Lösungen lenken, welche den Budgetzwängen der Eidgenossenschaft Rechnung tragen und kein technisches, finanzielles, zeitliches oder politisches Risiko bergen.» Gezeichnet ist er von Eric Trappier, dem Präsidenten von Rafale International. Dassault macht sich damit die unsichere Situation rund um den Gripen zu Nutze: Immer wieder wird in der Schweiz debattiert, ob der Gripen einlöst, was er verspricht - zumal der Typ, den die Eidgenossenschaft dereinst kaufen will, noch gar nicht existiert. Konkret stellt Dassault in Aussicht, für den Kostenrahmen von 3,1 Milliarden Franken durchaus 22 Kampfjets liefern zu können - inklusive Ausbildung und Bewaffnung. Bislang wurde argumentiert, dass alle Gripen-Alternativen teurer seien. Im Rennen war nebst dem Rafale von Dassault auch der Eurofighter des europäischen Konsortiums EADS. Mit dem Brief reagiert Dassault auch auf die Kritik, die in den Sicherheitskommissionen (SIK) der Räte geäussert wurde. Dort wird die Beschaffung des Gripen als grosses Risiko betrachtet, wie die Subkommission der nationalrätlichen SIK Mitte August monierte. Wie wird die Landesregierung auf den Brief von Dassault reagieren? Noch habe sich der Bundesrat nicht damit befasst, erklärt Bundesratssprecher André Simonazzi. Er verspricht aber, dass Dassault eine Antwort erhalten wird. Unklar ist, von wem - klar ist hingegen, dass nicht Ueli Maurers Departement die Antwort verfassen wird.

Toni Brunner zur Krise der SVP Der Fall Mörgeli, die rassistischen Facebook-Kommentare eines Schwyzer Parteimitglieds, der Zuppiger-Rücktritt, das Burn-out einer Zürcher Vorzeige-Parlamentarierin: Es rumort in der SVP. Deren Präsident Toni Brunner versucht sich aber in Gelassenheit: «Was da skandalisiert wird, sind normale Vorgänge», sagt er im Interview mit unserer Zeitung. Seine Partei habe 90 000 Mitglieder, und da könne es schon mal vorkommen, dass einer in der Hitze des Gefechtes etwas sage, das er gescheiter nicht gesagt hätte. «Für mich gehört das zur politischen Kultur», so Brunner. Auch macht er klar, dass er nicht selbst die Brandherde löschen will. «Wenn irgendwo in Schwyz ein Problem auftaucht, so müssen das die Schwyzer lösen», meint Brunner. Die Kantonalparteien seien da autonom - und er wolle seinen Parteimitgliedern keine Maulkörbe verpassen.

Bundesrat droht Deutschland Sollte Deutschland auch nach dem Inkrafttreten der Abgeltungssteuer gestohlene Bankdaten aus der Schweiz kaufen, könnte der Bundesrat das Abkommen kündigen. Kurz vor der entscheidenden Phase um das Steuerabkommen meldet sich Bern mit dieser Drohung gegen Deutschland. Dies geht aus der Antwort des Bundesrats auf eine dringliche Interpellation der SVP hervor. Sie wurde am späten Freitagabend veröffentlicht. Die SVP-Fraktion, die das Steuerabkommen mit Deutschland bekämpft hatte, wollte vom Bundesrat wissen, ob er gewillt sei, das Abkommen bei Verstössen gegen den Vertragstext zu kündigen. Die Kündigungsdrohung des Bundesrats kommt kurz vor der Anhörung im Finanzausschuss des Deutschen Bundestags zum Steuerdeal vom morgigen Montag. Nächste Woche entscheidet sich auch, ob das Referendum gegen die Steuerabkommen in der Schweiz zu Stande kommt.

BLS verärgert Luzerner Kundschaft Neun ausgefallene Züge und noch mehr Verspätungen - das ist die Bilanz der Bern-Lötschberg-Simplon Bahn (BLS) seit Monatsbeginn. Die Zahlen beziehen sich auf den Streckenabschnitt zwischen Luzern und Bern, der durch das Entlebuch führt. Zahlreiche Kunden haben ihren Unmut über die Nummer zwei im Schweizer Bahngeschäft nun auf Facebook kundgetan. «Jeden Tag ist etwas anderes kaputt», schreibt etwa eine Nutzerin der Internetplattform. Beim betroffenen Unternehmen weiss man von den Problemen auf dem rund 80 Kilometer langen Abschnitt zwischen Luzern und Bern. «Die Strecke ist für uns tatsächlich nicht ganz einfach», sagt BLS-Sprecher Michael Blum auf Anfrage. «So viele Zugausfälle entsprechen natürlich nicht unserem Qualitätsanspruch.» Die firmeneigenen Techniker würden auf Hochtouren an den bestehenden Problemen arbeiten.

Kontakt:

Telefon 041 429 51 51 


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