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Media Service: Bankiers bleiben zuversichtlich

Luzern (ots) - Allen deutschen Vorbehalten zum Trotz: Die Bankiervereinigung bleibt zuversichtlich, dass die Abgeltungssteuer-Deals mit Deutschland und Grossbritannien zustande kommen. Auf die Frage, ob es im Falle Deutschlands noch Spielraum für Nachverhandlungen gebe, sagte Bankier-CEO Claude-Alain Margelisch im Interview der «Zentralschweiz am Sonntag»: «Sicher nicht bei den Kernelementen Regularisierung, Abgeltungswirkung, Anonymität und Steuersatz.» Er fügte aber hinzu: «Über technische Anpassungen oder die Massnahmen zur EU-Kompatibiltät kann man hingegen miteinander reden.» Mit Blick auf eine Globallösung mit den USA sind die Banken daran, einen Schlüssel für die Aufteilung einer Geldzahlung zu finden. Mit Nachdruck wandte sich der Geschäftsführer der Bankiervereinigung gegen Forderungen, mit der EU über den automatischen Informationsaustausch zu verhandeln. Die Meinung, auf diesem Weg hätte die Schweiz mehr herausholen können, sei eine absolute Illusion. Im Zusammenhang mit den Äusserungen von Raiffeisen-Chef Pierin Vinzenz sagte Margelisch: «Man sollte auch nicht den Fehler machen, einer isolierten Stimme zu viel Gewicht zu geben.» Der CEO der Bankiervereinigung skizzierte in dem Interview ausserdem, wie die Banken den Plänen für eine Verschärfung der Eigenmittelvorschriften im Hypothekargeschäft zuvorkommen wollen: Mit temporären Massnahmen auf dem Weg der Selbstregulierung. Zum Beispiel mit der Festlegung eines Mindestanteils harter Barmittel im Verhältnis zum Kaufpreis eines Einfamilienhauses.

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