Neue Luzerner Zeitung

Media Service: Schlagzeilen der Zentralschweiz am Sonntag

Luzern (ots) - Nachfolgend die aktuellen Meldungen der aktuellen Zentralschweiz am Sonntag:

Stromautos für Schweizer Pöstler Der Gelbe Riese gibt sich grün: Die Post will ihre ganze Flotte auf strombetriebene Fahrzeuge umstellen. Bereits sind 2000 E-Roller und E-Scooter in Betrieb, jetzt wird die nächste Etappe angepackt. Nun sollen Lieferwagen und Autos durch Elektrofahrzeuge ersetzt werden. Spätestens Anfang April sollen die Tests auf grössere Regionen ausgeweitet werden. Stimmt die Kosten-Nutzen-Bilanz, dann wird die gesamte Flotte Schritt um Schritt umgestellt, wie Andreas Haruksteiner bestätigt. Er ist Leiter Mobilitätsentwicklung bei der Post-Tochter Mobility Solutions AG. Hinter der Umstellung steht ein Strategieentscheid. Bis 2015 will die Post insgesamt 15'000 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen. Heute liegt der jährliche Ausstoss noch bei über 250'000 Tonnen. Bei der Post ist eine grosse Flotte unterwegs. Zurzeit sind es über 15'000 Motorfahrzeuge, für welche zum grössten Teil die Mobility Solutions AG als Flottenmanagerin verantwortlich ist.

Bei Experten stossen die Pläne der Post auf positive Resonanz. Jörg Beckmann, Geschäftsleiter der Mobilitätsakademie, sagt, dass die Post hier eine «europaweit einzigartige Sache» präsentiere.

Asyl: Politiker setzen Druck auf Das Bundesamt für Migration ist ein organisatorischer Leerläufer. Weil die Reformen unter der früheren zuständigen Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf nicht gegriffen haben, wollen verschiedene Parlamentarier nun konkrete Antworten von der Regierung. Dabei geht es vor allem auch um die Frage, nach welcher Praxis das Bundesamt für Migration teure, externe Beraterbüros zugezogen hat. "Die Rolle der offenbar vielen Beratungsfirmen in dieser fehlgeleiteten Übung ist zu klären", sagt dazu der Zuger CVP-Nationalrat Gerhard Pfister. Mit einer Interpellation will er den Bundesrat auffordern, genau aufzuzeigen, wer zu welchen Bedingungen externe Aufträge erhalten hat. Damit nicht genug: Auch die Geschäftsprüfungskommission des Parlaments wird aktiv. Deren Präsident, der Luzerner CVP-Nationalrat Ruedi Lustenberger, sagt: "Das Bundesamt für Migration ist seit Jahren ein Sorgenkind der Politik." Am Donnerstag wird die GPK über einen Antrag von Ida Glanzmann (CVP, Luzern) befinden. Wird Glanzmanns Fragenkatalog genehmigt, so wird Eveline Widmer-Schlumpf wohl vor der GPK persönlich Red und Antwort stehen müssen.

Zentralschweiter frieren in ihren Wohnungen Auf den gefrorenen Seen herrscht dieses Wochenende Hochbetrieb. Doch nicht alle freuen sich über die lange anhaltenden Minustemperaturen. Der Frost lässt viele Leute sogar in den eigenen vier Wänden schlottern. Der Mieterverband erhält alleine in Luzern täglich 20 bis 30 Anrufe von Personen, die sich über zu tiefe Temperaturen in der Wohnung beschweren. Tatsache ist: Der Frost lässt zahlreiche Heizungen schlapp machen. Bei den regionalen Sanitärfirmen herrscht Hochkonjunktur. Immerhin: Mieter, die in einer kalten Wohnung ausharren müssen, haben Anrecht auf eine Mietzinsreduktion. Allerdings dürfte den Betroffenen davon auch nicht wärmer werden.

Erzürnte Aktionäre beim Tropenhaus Wolhusen Das Tropenhaus im luzernischen Wolhusen ist, keine zwei Jahre nach seiner Neueröffnung, in argen Geldnöten. Wie die Verantwortlichen an ihre Aktionäre schreiben, «droht schon in diesem Jahr die Überschuldung». Man sieht sich darum zu drastischen Sanierungsmassnahmen gezwungen. Leidtragende werden vor allem die rund 350 derzeitigen Aktionäre sein, deren Papiere um 98 Prozent abgewertet werden. Die Verärgerung bei den Aktionären ist gross - und so geht man beim Tropenhaus davon aus, dass die Nachfrage nach geplanten 5000 neuen Aktien gering sein wird. Wie jetzt bekannt geworden ist, wird Coop sämtliche Aktien übernehmen, die von bisherigen oder neuen Aktionären nicht gezeichnet werden. Es dürften deutlich über 50 Prozent sein - womit Coop Hauptaktionärin und neue Besitzerin des Tropenhauses wird.

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Sven Gallinelli, Leiter Newsdesk, Tel. 041 429 51 59



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