Neue Luzerner Zeitung

Media Service: Schlagzeilen der Zentralschweiz am Sonntag vom 4. Dezember 2011

Luzern (ots) - Nachfolgend die aktuellen Meldungen der Zentralschweiz am Sonntag vom 4. Dezember 2011.

4. Dezember 2011

Levrat will ein klares Bekenntnis der SVP Die Nervosität vor den Bundesratswahlen am 14. Dezember steigt. Die Parteien legen ihre Taktik zurecht. Auch die SP, die gestern in Luzern ihre Delegiertenversammlungen abhielt, gibt sich kämpferisch. Und sie macht klare Ansagen an die Adresse der anderen Parteien. So sagt SP-Präsident Christian Levrat im Interview mit unserer Zeitung: «Ich erwarte, dass die SVP ihre Position endlich klärt.» Man wolle wissen, ob die SVP bei einer Nichtabwahl von BDP-Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf gegen die FDP antreten will oder nicht. Erst dann will die SP festlegen, wie sie sich bei einem Angriff auf die FDP verhalten würde. Für allfällige wahltaktische Spiele der SVP am Wahltag selbst hätte Levrat kein Verständnis. Er sieht es so: «Bis jetzt habe ich den Eindruck, dass die Partei von Toni Brunner zwar lauthals den zweiten Bundesratssitz reklamiert, aber nichts dafür unternimmt.» Die SP sei transparent, und das verlange er auch von der SVP, so Levrat. Keinen Hehl macht Levrat aus seinen Sympathien für Widmer-Schlumpf. Sie mache ihren Job als Finanzministerin gut, und er will nächste Woche an der SP-Fraktionssitzung Widmer-Schlumpfs Wiederwahl beantragen.

Neuer Absprachen-Skandal im Baugewerbe Demnächst wird die Wettbewerbskommission einen brisanten Bericht veröffentlichen. Darin werden bis zu 70 Firmen des Baugewerbes der Preisabsprachen bezichtigt. Wie Insider sagen, soll die Weko Bussen in Millionenhöhe gegen die betroffenen Firmen verhängen. Es wäre nicht der erste Skandal dieser Art im Baugewerbe. Der Präsident des Baumeisterverbandes, Werner Messmer, will die aktuelle Untersuchung nicht kommentieren. Sollte es zu Absprachen gekommen sein, so sieht er aber auch die öffentliche Hand in der Pflicht. Sie vergebe immer wieder zu grosse Baulose und würden kleine Baufirmen benachteiligen. Die Konsequenz: «Die Firmen sprechen sich ab und legen sich zusammen.» Aus Messmers Sicht könne in solchen Fällen nicht von Absprachen die Rede sein.

Missbrauch auf Bahnperron Im Bahnhof Luzern ist eine 16-Jährige Opfer eines sexuellen Missbrauchs geworden. Zwei Männer Mitte 20 haben sie festgehalten und sich an ihr vergangen. Besonders erschreckend: Der Vorfall ereignete sich kurz nach 21 Uhr - und nicht etwa in einer dunklen Ecke, sondern mitten auf dem Bahnperron 15. Dieses befindet sich zurückversetzt von den anderen Geleisen und ist deshalb von Passanten, die den Bahnhof im vorderen Teil passieren, kaum sichtbar. Die SBB haben Kenntnis von dem Vorfall. «Wir sind schockiert», sagt Sprecher Reto Schärli. Die Bahnpolizei wurde angewiesen, nun ihre Patrouillen-Tätigkeiten im angesprochenen Teil des Bahnhofs zu intensivieren. Seit Dienstag fahndet die Luzerner Polizei nach den Tätern. Bislang ohne

Fusion mit der Stadt Luzern: Jetzt wankt auch Emmen Nachdem die Einwohner von Ebikon, Kriens und Adligenswil Fusionsplänen mit der Stadt Luzern am vergangenen Sonntag an der Urne eine deutliche Abfuhr erteilten, steht Emmen als letzte Fusionspartnerin zur Debatte. Für SVP und FDP ist nach der Abstimmungsklatsche aber klar: Jetzt, wo die anderen nicht mehr mitmachen, macht auch eine Fusion zwischen Luzern und Emmen keinerlei Sinn mehr. Die Emmer SVP-Fraktion fordert von ihren Gemeinderäten sogar, sich umgehend aus dem Projekt «Starke Stadtregion» zurückzuziehen. «Das ursprüngliche Fusionsvorhaben ist unabhängig vom Ausgang der Emmer Abstimmung gestorben», begründet Motionär Werner Gloggner. Bei der CVP erachtet man die Chancen auf eine Fusion hingegen noch immer als intakt.

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Sven Gallinelli, Leiter Newsdesk, 041 429 51 59



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