Neue Luzerner Zeitung

Media Service: Calmy-Rey will Libyer entwaffnen

Luzern (ots) - Die Schweiz ist bereit, Libyen beim Wiederaufbau zu helfen: Das macht Bundespräsidentin und Aussenministerin Micheline Calmy-Rey im Interview mit der «Zentralschweiz am Sonntag» klar. Dieser Prozess werde schwierig und letztlich nur dann erfolgreich sein, «wenn alle massgebenden Kräfte in den Dialog des Aufbaus des neuen Libyen eingebunden werde», betont die SP-Bundesrätin. «Eines der grossen Probleme» nach Beendigung des Bürgerkriegs werde die weite Verbreitung von Waffen sein. «Hier kann die Schweiz helfen, denn sie verfügt über ein besonders grosses Know-how in diesem Bereich», kündigt Calmy-Rey an. Neben der Entwaffnung der Bevölkerung könne sie sich auch ein Engagement im Bereich der humanitären Minenräumung und der Reformierung der Sicherheitsorgane vorstellen. Die Schweiz sei seit dem letzten Wochenende in Tripolis mit einem humanitären Team aktiv. Zudem spiele unser Land in den Gesprächen zwischen dem nationalen Sicherheitsrat und den Tuareg-Gemeinschaften in Mali und Niger eine unterstützende Rolle. Von diesen Aktivitäten hält die Bundespräsidentin viel: Sie hoffe, dass die Resultate dieser Treffen dazu beigetragen haben, «den Bürgerkrieg zu verkürzen». Beim gesamten Engagement beabsichtigt die Schweizer Aussenministerin nicht isoliert vorzugehen. «Die Schweiz ist bereit, sich an der Mission der UNO zu beteiligen», kündigt Calmy-Rey an. Was die UNO mit ihrer Mission genau vorsieht, ist noch nicht bekannt. Offenbar geht es um verschiedene Projekte für den Aufbau eines neue Libyen, die derzeit erarbeitet werden.

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