Neue Luzerner Zeitung

Media Service: Schlagzeilen der "Zentralschweiz am Sonntag" vom 18. September 2011

Luzern (ots) - Nachfolgend die Schlagzeilen der heutigen Ausgabe der "Zentralschweiz am Sonntag":

Peter Bodenmann: «Die Bankenbranche ist verseucht» Dass ein Händler der UBS in London fast 2 Milliarden Franken verlocht haben soll, sorgt in der Politik für grosses Erstaunen. Auch beim Walliser alt SP-Präsidenten Peter Bodenmann. Die Schuld am jüngsten Skandal schiebt er der aktuellen Führungsriege um UBS-VR-Präsident Kaspar Villiger und CEO Oswald Grübel zu. «Villiger hat die UBS-Angestellten mit Boni überhäuft», so Bodenmann. Das sei ähnlich wie beim Radsport: «Die Boni wirken wie Anabolika. Sie heissen nicht nur fast gleich, sondern sie wirken auch gleich. Die Banker wurden quasi mit Anabolika vollgepumpt.» Grübel und Villiger hätten diese Summen bei der UBS gar verdoppelt, so Bodenmann. Die ganze Bankenbranche sei verseucht. Villiger und Grübel könnten sich nicht mehr halten, so Bodenmann. Bei Villiger stelle sich ein zusätzliches Problem: 2012 will er sein Amt zur Verfügung stellen und dem Deutschen Axel Weber überlassen. Nun könnte der Wechsel entweder schneller über die Bühne gehen als geplant. Oder aber Weber überlege es sich anders und verzichte auf den Job. Bodenmann: «Weber wird das UBS-Präsidium nur übernehmen, wenn er gute Banker für einen Neustart findet. Es braucht einen Wandel in der Betriebskultur.»

Armee: Ueli Maurer ist gegen Volksabstimmung Mehr Geld für die Armee, Ja zur Beschaffung von neuen Kampffliegern: Das Parlament stellte dem Verteidigungsminister Ueli Maurer (SVP) diese Woche einen Vertrauensbeweis aus. Uneinigkeit herrscht aber noch über die Finanzierung der Kampfjets. Der Ständerat möchte auch dem Volk die Möglichkeit geben, darüber zu befinden. Eine Idee, von der Ueli Maurer aber nicht sehr angetan ist, wie er im Interview mit der «Zentralschweiz am Sonntag» erklärt. «Das Parlament genehmigt Jahr für Jahr ein Staatsbudget von 64 Milliarden Franken. Weshalb an der Urne über 3,4 Rüstungsmilliarden abgestimmt werden muss, sehe ich nicht ein». Und er fügt an: «Das fakultative Referendum ist nicht nötig.» Zudem hätte der ständerätliche Vorschlag weitere Konsequenzen für die Beschaffung neuer Kampfjets: Die Wahl des Kampfjet-Anbieters müsste neu evaluiert werden. «Vor Mitte 2014 könnte wohl nichts bestellt werden», so Maurer. Im Interview gibt er zudem noch ein weiteres Geheimnis preis: Zwar sei das VBS sein Traumdepartement. Aber das eben frei gewordene Aussendepartement sei ebenfalls «reizvoll», man könnte da vieles anpacken. Vorerst habe er aber noch im VBS «mindestens zwei Jahre viel zu tun. »

Luftwaffe: Polizei der Lüfte weiterhin nur zu den Bürozeiten Allzeit bereit: Das gilt nicht für den Luftpolizeidienst der Schweizer Luftwaffe. Der wird heute nämlich nur zu den Bürozeiten sichergestellt - von 8 bis 12 Uhr und von 13.30 bis 17 Uhr, montags bis freitags. Dass ist bürgerlichen Politikern schon länger ein Dorn im Auge; per Vorstoss wollen sie die Einsatzzeit ausweiten. Ursprünglich hätte das laut Aussagen aus dem VBS bis 2015 geschehen sollen. Nun ist man aber damit in Verzug, denn die Umsetzung kostet Geld und bedingt die Ausbildung von Bodenpersonal und die Anstellung neuer Piloten. Frühestens 2017 könne die Einsatzzeit ausgeweitet werden, heisst es nun. Und auch dann erst mit einem Zwischenschritt: Ab dann soll die Bereitschaft zwischen 6 und 22 Uhr sichergestellt sein. Wann die restlichen acht Stunden abgedeckt werden, bleibt vorläufig offen.

Roma finden in Malters Unterschlupf Eine 80-jährige Frau hat im luzernischen Malters Roma in ihrem Haus aufgenommen. Permanent leben zehn Roma aus der Ostslowakei bei der Rentnerin. Die Gäste, die in der Schweiz als Strassenmusiker arbeiten, bleiben jeweils drei Wochen bei ihrer Schlummermutter. Danach verlassen sie das Land und werden umgehend von einer neuen Gruppe ersetzt. Die Roma von Malters stammen alle aus dem selben Dorf in der Slowakei. In der Nachbarschaft der Pensionärin ist man über die neuen Bewohner nicht nur glücklich. Bereits mussten auch schon die Behörden intervenieren.

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Sven Gallinelli, Leiter Newsdesk, Telefon 041 429 51 59



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