Neue Luzerner Zeitung

Media Service: Schlagzeilen Zentralschweiz am Sonntag vom 11. September 2011

Luzern (ots) - Pelli: «Es hat keinen Platz für Eveline Widmer-Schlumpf» FDP-Präsident Fulvio Pelli prescht vor. «Die Position von Frau Widmer-Schlumpf ist gefährdet, weil sie im System der Zauberformel keinen Platz hat», sagt er im Interview mit der «Zentralschweiz am Sonntag». Pelli erwartet, dass sich die anderen Parteien bei den Bundesratswahlen vom kommenden Dezember an die Zauberformel halten werden. «Die FDP hat sich immer an die Zauberformel gehalten und verlangt das Gleiche von den anderen.» ist sehr gut möglich, dass die Freisinnigen bei den Bundesratswahlen plötzlich selber um ihre beiden Sitze bangen müssen. Für CVP-Präsident Christophe Darbellay gibt es eigentlich keinen Grund, Bundesräte abzuwählen - wäre da nicht das Versprechen, dass Pelli im Vorfeld der letzten Bundesratswahlen Darbellay abgegeben hat. «Kollege Pelli hat es klipp und klar gesagt: Wenn die CVP nur 0,01 Prozent Stimmen mehr macht, wird die FDP den Sitz an uns abtreten. Und dass wir diese Vorgabe erreichen, ist sehr gut möglich», sagt Darbellay gegenüber der «Zentralschweiz am Sonntag».

Schweiz sperrt weitere Millionen Franken des Assad-Regimes Beim Vollzug der Sanktionen gegen Syrien hat die Schweiz weitere 18 Millionen Franken gesperrt. Dies gab das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) auf Anfrage der «Zentralschweiz am Sonntag» bekannt. Die Summe der aktuell gesperrten Gelder erhöht sich damit auf rund 45 Millionen Franken, wie Seco-Sprecherin Marie Avet sagt. Anfang Juli waren es erst 27 Millionen Franken gewesen. Die Zunahme der blockierten Vermögenswerte ist gemäss der Sprecherin darauf zurückzuführen, dass der Kreis der sanktionierten Personen mehrmals erweitert wurde. Dies habe zu zusätzlichen Meldungen an das Seco geführt. Der Bundesrat hatte sich am vergangenen 18. Mai den Sanktionen der Europäischen Union (EU) gegen Syrien angeschlossen. Der Beschluss wurde mit der gewaltsamen Unterdrückung der friedlichen Proteste der Bevölkerung durch die syrischen Streit- und Sicherheitskräfte begründet. Neben den Finanzsanktionen wurden auch Einreisesperren und einem umfassendes Rüstungsembargo verhängt. Die Bundesbehörden prüfen zurzeit, ob sich die Schweiz auch dem kürzlich von der EU beschlossenen Ölembargo gegen Syrien anschliessen soll.

Massenentlassung schockt Altishofen pi.Vor eineinhalb Jahren hat die Deutsche Vertriebsfirma «Network World Alliance», kurz NWA, in Altishofen ihre Schweizer Niederlassung eröffnet - und der kleinen Gemeinde damit auf einen Schlag über 70 neue Arbeitsplätze beschert. Jetzt folgt die grosse Ernüchterung: Wie Recherchen der Zentralschweiz am Sonntag zeigen, soll der Betrieb bis Ende Jahr geschlossen werden. «Vielleicht sogar schon Ende September», sagt der ehemalige Finanzchef der NWA auf Anfrage. Rund der Hälfte der Mitarbeiter wurde bereits per Ende Juli gekündigt. Eine Massenkündigung, die laut Arbeitsrechtsexperten missbräuchlich ist, da im Vorfeld weder die Belegschaft noch die Behörden darüber informiert wurden. Dass nicht nur die Informationspolitik sondern auch die Zahlungsmoral der NWA Altishofen massiv zu wünschen übrig lässt, zeigt ein Blick auf den Betreibungsregisterauszug der Firma. 40 Betreibungen haben sich in den letzten Monaten angehäuft - das sind unbezahlte Rechnungen in der Höhe von 1,4 Millionen Franken. Nebst Geschäftspartnern, Anwälten und Amtsstellen warten auch diverse entlassene Mitarbeiter bislang vergebens auf Geld, respektive Lohnzahlungen.

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