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Media Service: Kantone pochen auf Milliarden Der Bundesrat will Export und Tourismus mit 2 Milliarden Franken helfen. Jetzt wachsen die Begehrlichkeiten: Auch die Kantone wollen etwas von diesem Geld haben

Luzern (ots) - Kaum hat der Bundesrat die 2-Milliarden-Spritze für die wegen der Frankenstärke schwächelnde Wirtschaft gesprochen, geht der Kampf ums Geld los. Auch die Kantone klopfen jetzt auf den Tisch und verlangen, an diesen Mitteln teilhaben zu können. Das macht Christian Wanner, Präsident der Finanzdirektorenkonferenz, im Interview mit der «Zentralschweiz am Sonntag» klar. Denn: Weil die Nationalbank Verluste eingefahren hat, müssen die Kantone damit rechnen, dass sie dieses Jahr kein Geld von der Nationalbank erhalten wie sonst üblich. «Die Ausschüttungen der Nationalbank an die Kantone betrugen in den letzten Jahren 1,67 Milliarden Franken. Nun hat der Bund offenbar 2 Milliarden übrig. Also könnte er einspringen und mindestens einen Teil der zu erwartenden Ausfälle kompensieren.» Sonst, so Wanner, müssten verschiedene Kantone vermutlich ihre Steuern anheben. Zwar habe die Finanzdirektorenkonferenz noch keine Beschlüsse gefasst, doch Tatsache sei, «dass solche Stimmen laut wurden».

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