Neue Luzerner Zeitung

Media Service: Alfred N. Schindler würde bei Annahme der SP-Steuerinitiative wegziehen
CEO des Schindler-Konzerns droht mit dem Wegzug ins Ausland

    Luzern (ots) - In einem Interview mit der "Neuen Luzerner Zeitung" (Samstagsausgabe) spricht der Unternehmer Alfred N. Schindler Klartext: Er droht mit dem Wegzug, falls die SP-Steuerinitiative an der Urne eine Mehrheit findet. Schindler: «Wenn die Initiative angenommen wird, ziehe ich ins Ausland um.» Wohin er seinen privaten Wohnsitz verlegen würde, weiss der Unternehmer nicht. «Es wäre aber nicht schwer, ein neues Domizil zu finden. Unser Konzern ist in über hundert Ländern tätig», so Schindler.

    Der Verwaltungsratspräsident und CEO des weltweit tätigen Schindler-Konzerns sieht wegen der Steuerinitiative das Erfolgsmodell Schweiz in Gefahr. «Das SP-Steuermodell wäre ein Jahrhundertfehler. Es bedroht den Wohlstand in der Schweiz», sagt Schindler, der gemäss Geschäftsbericht 2009 einen Jahreslohn von 7,4 Millionen Franken verdiente.

    Verärgert ist Schindler auch über das Bild der Reichen, das die Initianten im Abstimmungskampf vermitteln. «Alle werden als 'Abzocker' und 'Superreiche' gebrandmarkt. Wir haben bei Schindler in den zurückliegenden 30 Jahren hart gearbeitet, den Konzern zu einem Globalplayer ausgebaut, den Gewinn von rund 20 auf über 650 Millionen Franken vervielfacht und die Anzahl Mitarbeiter weltweit auf über 45 000 verdoppelt», sagt er.

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