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Bundesamt für Ausländerfragen

Höhere Kontingente für qualifizierte ausländische Arbeitskräfte

Bern (ots)

Erstmals seit 1991 hat der Bundesrat am Mittwoch die
geltenden Höchstzahlen für ausländische Arbeitskräfte angehoben.
Damit stehen im laufenden Kontingentsjahr zusätzlich 5'000
Jahresbewilligungen und 6'000 Bewilligungen für Kurzaufenthalter bis
zu 18 Monaten zur Verfügung. Diese Erhöhung tritt Mitte Juni in Kraft
und gilt bis 31. Oktober. Damit lassen sich die vordringlichsten und
wichtigsten Bedürfnisse der schweizerischen Wirtschaft abdecken. Der
Bundesrat hatte im Herbst 2000 für das laufende Kontingentsjahr 17
000 Jahres- und 22 000 Kurzbewilligungen festgelegt.
Überdurchschnittliche Beanspruchung
Auch nach dem ersten Semester des Kontingentsjahres nimmt die
Beanspruchung der Kontingente für gut qualifizierte Arbeitskräfte aus
dem Ausland weiter zu. Der Bedarf an IT-Fachkräften wie auch an
Forschern, Kadermitarbeitern und Spezialisten in vielen
Wirtschaftsbereichen ist gross. Der Bund und mehrere
wirtschaftsstarke Kantone haben die ihnen zustehenden Kontingente
schon vor Mitte der laufenden Periode überdurchschnittlich
ausgeschöpft oder  mindestens durch Zusagen verge-bem. Einige
Kantonsregierungen, Wirtschaftsorganisationen und Parteien haben
da-her dringend eine Erhöhung der Kontingente verlangt.
Da der Mehrbedarf auf Grund der unterschiedlichen Bedürfnisse von
Kanton zu Kanton variiert, wird das Bundeskontingent erhöht. Wegen
der starken Belastung kann das Bundesamt für Ausländerfragen aber,
wie zum Teil bereits heute prakti-ziert, Kontingentseinheiten auf ein
gut begründetes Gesuch hin "paketweise" an Kantone abtreten. Dieses
Verfahren ermöglicht eine effizientere Zuteilung.
Bewilligungen für eine nachhaltige Arbeitsmarktentwicklung
Da die Nachfrage nach ausländischen Arbeitskräften immer noch hoch
ist, ersucht der Bundesrat die Kantone, trotz der Kontingentserhöhung
Bewilligungen zurückhal-tend zu erteilen. Anzustreben ist eine
nachhaltige Entwicklung des Arbeitsmarktes, die längerfristig zu
einer ausgeglichenen Beschäftigung führt. Ausserdem erwartet er, dass
die Rekrutierungsprioritäten und die übrigen Voraussetzungen der
Erwerbstä-tigkeit konsequent beachtet werden. Die Zahlen für das
nächste Kontingentsjahr wird der Bundesrat im Herbst bestimmen.

Kontakt:

Martin Hirsbrunner, Bundesamt für Ausländerfragen,
Tel. +41 31 322 27 53
Christoph Müller, Bundesamt für Ausländerfragen,
Tel. +41 31 325 90 32