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SGT/Pro Tier - Fussball EM: Rote Karte für Stierkämpfe

    Zürich (ots) - Am kommenden Samstag startet die Fussball-EM und alles schaut gebannt nach Portugal. Viele begeisterte Fussballfans pilgern deshalb an die verschiedenen Austragungsorte um sich eines oder mehrere der Spiele anzuschauen. Für die Portugiesen ist der damit verbundene Touristenstrom eine willkommene, zusätzliche Einnahmequelle. Rund um den Fussballevent werden deshalb die verschiedensten Anlässe zur Unterhaltung der Gäste angeboten. Leider wird auch versucht, anlässlich der EM, vermehrt Touristen an Stierkämpfe zu locken. Die portugiesische Version des Stierkampfes wird oft als humanere Variante der spanischen Corrida angeführt, da der Stier nicht in der Arena getötet wird. In Tat und Wahrheit ist diese "entschärfte" Version jedoch nur für den Zuschauer leichter verdaulich, da er den Todesstoss nicht mit ansehen muss. Blut wird während dem fragwürdigen Spektakel aber ebenfalls vergossen. Die Tiere leiden vor, während und nach dem Kampf und werden danach einfach hinter den Kulissen getötet. Oft müssen sie, verletzt durch die Spiesse, die ihnen in den Rücken gerammt wurden, mit offenen Wunden, noch stundenlang auf den Schlachter warten. Auch die beteiligten Pferde sind Leidtragende und werden immer wieder verletzt. Stierkampf ist reine Tierquälerei und hat nichts mit Kultur zu tun. Rita Dubois, Geschäftsführerin der Schweizerischen Gesellschaft für Tierschutz/ProTier (SGT/ProTier), fordert den Boykott von Corridas "Fussballfans sollten sich nicht verleiten lassen während ihres Aufenthaltes in Portugal einen Stierkampf zu besuchen. Im Sinne von Fairplay sollten sie den Organisatoren solch grausamer Veranstaltungen vielmehr die rote Karte zeigen." Es gibt genug Sehenswürdigkeiten in Portugal, die einen Besuch wert sind. Auch Ausflüge ins Hinterland lohnen sich der wunderschönen Natur und der Gastfreundschaft der Bewohner in den ländlichen Gebieten  wegen.

    Mehr Informationen zum Thema Stierkampf in Portugal finden Sie in der Zeitschrift ProTier Nr. 2/04. Eine kostenlose Probenummer kann bestellt werden unter Tel. 01/201 25 03.

ots Originaltext: SGT/Pro Tier
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