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Weiterhin illegale Jagd auf Zugvögel auf Malta - Trotz EU-Beitritt

    Zürich (ots) - Obwohl eindeutig durch die EU verboten, ist auf Malta die traditionelle Frühlingsjagd auf geschützte Zugvögel in vollem Gange. Nach Angaben der Organisation International Animal Rescue aus Malta haben maltesische Jäger seit Eröffnung der Jagdsaison am 25. März bereits Tausende streng geschützter Singvögel, Reiher und Greifvögel abgeschossen, um sie anschliessend ausstopfen zu lassen. "Entlang der Küste hört es sich an, als wäre Krieg. Hundert Schüsse in fünf Minuten sind völlig normal, insbesondere wenn Vogelschwärme durchziehen".

    Auf der Strecke bleiben dabei auch akut gefährdete Arten wie Wiesenweihen, Baumfalken und Bienenfresser. "Die Jäger pfeifen auf EU-Recht. Da wird geschossen, was vorbeifliegt", meint Rita Dubois, Geschäftsführerin der Schweizerischen Gesellschaft für Tierschutz/ProTier (SGT/ProTier). Zwar leistet die in Malta zuständige Polizeieinheit im Kampf gegen die Wilderer erstklassige Arbeit, hat aber wegen ihrer zahlenmässigen Unterlegenheit kaum eine Chance die wilden Abschussorgien einzudämmen, denn auf einen Beamten kommen mehr als 800 registrierte Jäger.

    "An Malta wird die EU nur wenig Freude haben", ist sich Rita Dubois sicher. "Die kleine Insel ist und bleibt eine tödliche Tier-Falle, ein Massengrab für Sing- und Greifvögel im Mittelmeer in dem langsam aber sicher die europäischen Vogelbestände für immer verschwinden".

ots Originaltext: SGT/Pro Tier
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