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Schweden verbietet Tierversuche mit Affen

    Zürich (ots) - Tierversuche mit Schimpansen, Orang-Utans, Gorillas sowie acht Gibbon-Arten sind ab Juni dieses Jahres in Schweden verboten. Lediglich Verhaltensstudien dürfen dann noch mit diesen Primaten durchgeführt werden.

    "Zwar werden die betroffenen Arten in Schweden derzeit nicht in Tierversuchen eingesetzt, aber das Verbot hat eine starke moralische Wirkung für ganz Europa", freut sich Rita Dubois, Geschäftsführerin der Schweizerischen Gesellschaft für Tierschutz (SGT/ProTier). "Die individuellen Lebensrechte von Primaten sind jetzt in Schweden offiziell anerkannt". Schweden folgt damit Ländern wie Grossbritannien oder Neuseeland, die Versuche an Menschenaffen wegen ethischer Bedenken bereits verboten haben.

    Das einzige Labor in Europa, in dem noch Versuche an Schimpansen durchgeführt werden, befindet sich in Rijwijk in den Niederlanden. Nach einer massiven europaweiten Kampagne der European Coalition to End Animal Experiments (ECEAE), der die SGT/ProTier angehört, konnten im vergangenen Jahr 106 von 112 Schimpansen in Zoos und einer Auffangstation in Spanien untergebracht werden. "Doch immer noch vegetieren dort sechs Schimpansen und weit über 1'000 Makkaken und werden für Tierversuche missbraucht", bedauert Rita Dubois.

    Die SGT/ProTier setzt sich gemeinsam mit der ECEAE weiter für eine Schliessung des Labors und die Befreiung der restlichen dort lebenden Affen ein.

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