ProTier - Stiftung für Tierschutz und Ethik

Rettet die letzten Adria-Delfine

Schweizer Tierschützer unterstützen Schutzprojekt Zürich (ots) - Nur noch etwa 220 Grosse Tümmler (Tursiops truncatus) leben entlang der kroatischen Adriaküste, von Rijeka über Dubrovnik bis nach Montenegro. Es sind die letzten Delfine, die im Touristenparadies Adria überlebt haben. Um die Tiere vor dem Aussterben zu retten, engagiert sich die Schweizerische Gesellschaft für Tierschutz/ProTier (SGT/ProTier) jetzt bei dem deutsch-kroatischen Schutzprojekt "Rettet die letzten Adria-Delfine". Bis zum zweiten Weltkrieg tummelten sich in der 31.900 km2 grossen kroatischen Adria vier verschiedene Delfinarten, besonders häufig waren Gemeine Delfine und Grosse Tümmler. Doch nachdem die jugoslawische Regierung bis in die 60er Jahre ein eigentlich als Ausgleich für Schäden an Fischernetzen gedachtes Kopfgeld in Höhe von 5000 Dinar für jeden toten Delfin zahlte und die Fischer begannen, sie mit Netzen, Gewehren oder Dynamit gezielt zu töten, brachen die Bestände schnell zusammen. Der Massentourismus mit seinen Begleiterscheinungen wie Meeresverschmutzung und Überfischung liess bis heute nur noch einen kleinen Bestand entlang der Küste lebender Grosser Tümmler übrig. "Eine kleine Störung im ökologischen Gleichgewicht oder eine Virusepedemie, genügen, um diese Delfine auszulöschen. Doch auch Fischernetze, gezielte Tötung durch Fischer wegen angeblicher Nahrungskonkurrenz oder Wassersportaktivitäten bedrohen die Meeressäuger", begründet Geschäftsführerin Rita Dubois die Finanzhilfe der SGT/ProTier in Höhe von 5000 SFR. "Wir wollen helfen zu verhindern, dass es in der Adria bald gar keine Delfine mehr gibt". Das Projekt wird gemeinsam von der Gesellschaft zur Rettung der Delfine - der vom dreimaligen Weltumsegler Rollo Gebhard gegründeten renommierten Münchner Delfinschutzorganisation - und Tierärzten der Universität Zagreb durchgeführt. Es steht unter der Schirmherrschaft des kroatischen Umweltministeriums und ist in das internationale Schutzabkommen für Meeressäuger im Schwarzen Meer und Mittelmeer (ACCOBAMS) der Bonner Konvention zum Erhalt wandernder Arten eingebunden. Ziel ist es, eines oder mehrere Schutzgebiete für die letzten Adria-Delfine einzurichten. ots Originaltext: SGT/ProTier Internet: www.newsaktuell.ch Kontakt: Pressestelle SGT/ProTier Alfred-Escher-Str. 76 8002 Zürich Tel. +41 1 201 05 05 Fax +41 1 201 26 23 E-Mail: info@protier.ch Internet: www.protier.ch

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