Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO)

Aufnahme von Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zwischen den EFTA-Staaten und Singapur

Bern (ots) - Die Schweiz sowie die anderen EFTA-Staaten (Norwegen, Island und Liechtenstein) und Singapur haben heute die Aufnahme von Verhandlungen über ein umfassendes Freihandels-abkommen angekündigt. Das Abkommen soll die Zollfreiheit des Handels mit Industriegütern garantieren, die Dienstleistungsmärkte (Finanzdienstleistungen, Telekommunikation, usw.) und des öffentlichen Beschaffungswesens liberalisieren sowie Bestimmungen zur Förderung und zum Schutz von Direktinvestitionen und zum Schutz geistiger Eigentumsrechte enthalten. Die erste Verhandlungsrunde EFTA-Singapur wird Anfang Juli dieses Jahres stattfinden. Es ist die Absicht beider Seiten, die Verhandlungen wenn möglich vor Ende 2001 abzuschliessen. Die Bedeutung eines umfassenden Freihandelsabkommens mit Singapur liegt für die Schweiz darin, dass unsere Wirtschaft verbesserten Zugang zum Markt für Waren und Dienstleistungen dieser Handels- und Wirtschaftsdrehscheibe in Südostasien erhalten wird. Singapur ist für viele Schweizer Unternehmen aus dem Industrie- und Dienstleistungssektor ein eigentliches Zutritt-portal für die asiatischen Märkte. Singapur ist ein wichtiger Wirtschaftspartner der Schweiz. Die Schweizer Warenexporte betragen über 1,5 Mia. SFr. pro Jahr (v. a. Uhren, Maschinen, chemische und pharmazeutische Produkte). Singapur ist auch für zahlreiche Schweizer Unternehmen des Dienstleistungssektors (z. B. Banken, Versicherungen, Transport- und Logistikunternehmen) ein bedeutender Markt. Die Schweizer Direktinvestitionen erreichen mehr als 13 Mia SFr. Mit der Aufnahme von Verhandlungen mit Singapur setzt die Schweiz ihre Anstrengungen fort, zusammen mit ihren EFTA-Partnern das Netz von Freihandelsabkommen auch auf Länder ausserhalb Europas und des Mittelmeerraums auszuweiten. Viele Handelsnationen schliessen zunehmend Freihandelsabkommen nicht nur regional, sondern Regionen übergreifend ab. Ausserdem ist ein klarer Trend zur inhaltlichen Erweiterung (z. B. Dienstleistungen, Investitionen) derartiger Abkommen festzustellen. In diesem Umfeld muss die Schweiz ihre Freihandelspolitik geographisch und inhaltlich weiterentwickeln, will sie eine Erosion der Wettbewerbsfähigkeit ihrer Wirtschaft und ihres Wirtschaftsstandortes vermeiden. Dies bedeutet keineswegs, dass der Multilateralismus (WTO) vernachlässigt wird. Freihandelszonen und weltweite Abkommen stimulieren sich gegenseitig. ots Originaltext: seco Internet: www.newsaktuell.ch Kontakt: Minister Christian Etter, seco, Leiter Task Force EFTA-Drittlandverhandlungen, Tel. +41 31 324 08 62

Das könnte Sie auch interessieren: