Medgate AG

MEDGATE: Studie der Uni Basel - Patienten wollen ärztlichen Rat per Telefon

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    Basel (ots) - Eine Marktforschungsstudie der Universität Basel
zeigt deutlich, dass die Telemedizin bei der Bevölkerung auf grosse
Akzeptanz stösst. Wesentliches Qualitätsmerkmal dabei ist, dass die
Telekonsultation durch Ärzte erfolgt. Die Mehrheit der Schweizer
Ärzte glaubt  hingegen nicht an die Zukunft der Telemedizin und lehnt
sie eher ab.

    Die Forschungsstelle für quantitative Planung und Marktforschung der Universität Basel hat Befragungsdaten über den Schweizer Markt für Telemedizin erhoben und analysiert. Das Schweizer Zentrum für Telemedizin MEDGATE hat das Projekt unterstützt. Ausgesandt wurden Fragebögen an eine zufällige Stichprobe von 3'000 Personen über 18 Jahren, 1'000 Nutzern der Medgate-Dienstleistungen sowie 3'000 Ärzten in der Deutschschweiz und der Romandie. Der Rücklauf betrug gut 11%.

    Jeder zweite Schweizer kennt Telemedizin

    Gemäss der Studie der Universität Basel kennt und versteht die Hälfte (49.7%) der Schweizer den Begriff Telemedizin. Immerhin ein Drittel (32.6%) kennt auch das Schweizer Zentrum für Telemedizin MEDGATE, sei es durch ihre Krankenversicherung (93.4%), sei es aufgrund einer Empfehlung (10.6%) von Freunden/Verwandten oder sei es aus den Medien (10.6%).

    Telemedizin ist für alle da

    Die Analyse der Nutzerdaten von Medgate hat gezeigt, dass sich nach soziodemografischen Merkmalen zwar Nutzergruppen bilden lassen, die sich hinsichtlich ihrer Einschätzung der Telemedizin unterscheiden. Insgesamt umfassen diese jedoch praktisch die ganze Bevölkerung. Bezüglich Haushaltgrösse, beruflicher Situation und Einkommen sind alle Ausprägungen in den Nutzergruppen vorhanden. Die ärztliche Beratung von Medgate wird von Jung und Alt sowie von Frauen und Männern geschätzt.

    Medgate erhält gute Noten

    Von seinen Nutzern erhält Medgate durchwegs gute Noten: fast ausnahmslos (98.6%) bewerten sie die Dienstleistung mindestens als "eher gut", 38.3% sogar als "sehr gut". Diese grosse Zufriedenheit führt zu einer sehr starken Kundenbindung und weist auf die gute Qualität der Betreuung durch die Medgate-Ärzte hin. So geben nahezu alle (97.9%) Befragten an, Medgate auch in Zukunft im Bedarfsfall wieder zu kontaktieren, obwohl rund ein Viertel vor der ersten Telekonsultation noch unsicher war. Neun von zehn (89.3%) Nutzern empfehlen Medgate gar in ihrem Bekanntenkreis weiter.     Telekonsultationen nur durch Ärzte

    Offenbar erfüllt die Telemedizin ein grosses Bedürfnis der Bevölkerung. Nur ein kleiner Teil (5.0%) der Bevölkerung ist bei der Telekonsultation jedoch mit dem ausschliesslichen Kontakt zu Pflegefachpersonal zufrieden. Rund 5% der Befragten nennt den Einsatz von IT-Systemen bei der medizinischen Beratung als zusätzlichen Ablehnungsgrund, während ein Fünftel (20.1%) die Beratung ausschliesslich durch Pflegefachpersonal kategorisch ablehnt und deren Qualität manchmal sogar mit jener einer eigenen Internet-Recherche vergleicht. Dass die Patienten durch Ärzte persönlich beraten werden, dürfte deshalb wesentlich zur grossen Zufriedenheit der Nutzer bei Medgate beitragen.

    Ärzte kennen Telemedizin kaum

    Nur gerade 2.9% der befragten Ärzte verfügen über viel telemedizinische Erfahrung. Die Mehrheit (78.6%) der Schweizer Ärzte gibt hingegen an, selbst über keine Erfahrung mit der Telemedizin zu verfügen. Es ist deshalb kaum verwunderlich, dass nur gerade 3.4% von ihnen der Telemedizin grundsätzlich positiv gegenüber stehen. Im Gegensatz zum in der Befragung ermittelten Bedürfnis der Bevölkerung erwartet die grosse Mehrheit (85.9%) der Ärzte, dass der Stellenwert der Telemedizin zukünftig eher sinken wird.

    Junge Ärzte erkennen Nutzen der Telemedizin

    Detaillierter betrachtet fällt auf, dass vor allem ältere Ärzte (80.0% der über 60-jährigen) die Telemedizin ablehnen, während mehr als zwei Drittel (70.2%) der Ärzte der Altersgruppe bis 46 Jahre sich eine Unterstützung ihrer Arbeit durch Telemedizin vorstellen kann. Zudem sind die Fach- (72.2%) und Spitalärzte (64.7%) eher als die Hausärzte (30.6%) bereit, die Telemedizin zu akzeptieren, vor allem weil sie in ihr eine Entlastung sehen oder den Einsatz der Telemedizin als Gatekeeper schätzen.

    Telemedizin als Konkurrenz

    Wesentlich zur Ablehnung durch die Ärzteschaft dürfte deren Einschätzung der Telemedizin als Konkurrenzangebot beitragen. Ein Grossteil (40.2%) der Ärzte sieht die Telekonsultation als substitutive Leistung. Am positivsten schätzen die Schweizer Ärzte telemedizinische Betreuungsprogramme für Patienten mit chronischen Krankheiten ein: hier streben viele (39.3%) Ärzte tendenziell eine Integration der Telemedizin an.

ots Originaltext: Medgate AG
Internet: www.presseportal.ch

Kontakt:
Universität Basel
Prof. Dr. Friedrich Rosenkranz
Forschungsstelle für Quantitative Planung und Marktforschung
Wirtschaftswissenschaftliches Zentrum der Universität Basel
Petersgraben 51
4003 Basel
Tel.:        +41/61/267'33'14
Fax:         +41/61/267'33'51
E-Mail:    friedrich.rosenkranz@unibas.ch
Internet: www.wwz.unibas.ch

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