Bundesamt für Raumentwicklung (ARE)

ARE: "Forum Nachhaltige Entwicklung": Eine Plattform mit Zukunft

      Bern (ots) - Das "Forum Nachhaltige Entwicklung" für die Kantone
und Städte wird auch in Zukunft durchgeführt werden. Dies
beschlossen die Initianten des Forums im Vorfeld der heutigen
Veranstaltung, nachdem eine Evaluation den Bedarf und die
Zweckmässigkeit des Forums als Kooperationsplattform für die
Nachhaltigkeitspolitik aller staatlichen Ebenen in der Schweiz
bestätigte. Zu den Initianten des Forums gehören das Bundesamt für
Raumentwicklung (ARE), die Schweizerische Bau-, Planungs- und
Umweltschutzdirektorenkonferenz (BPUK) und der Schweizerische
Städteverband (SSV).

    Das im Jahr 2001 gegründete „Forum Nachhaltige Entwicklung“ dient als Verbindungsstelle zwischen Bund, Kantonen und Städten für die Umsetzung der Politik der nachhaltigen Entwicklung. Zweimal jährlich treffen sich die Vertreterinnen und Vertreter der Kantone und Städte zum Austausch. Dazu gehören beispielsweise die Nachhaltigkeitsbeurteilung von Projekten, die Beteiligungsverfahren oder die Frage, wie Lokale Agenda 21-Prozesse optimal umzusetzen sind.

    Das Forum unterstützt die Entwicklung von Partnerschaften zwischen den verschiedenen Akteuren. Damit erfüllt es einen der Grundsätze der bundesrätlichen „Strategie Nachhaltige Entwicklung 2002". Die nachhaltige Entwicklung lässt sich nur durch den Einbezug sämtlicher interessierter Kreise auf nationaler, kantonaler, regionaler und lokaler Ebene umsetzen.

Erfreuliche Bilanz

    Drei Jahre nach der Lancierung des Forums kann eine erfreuliche Bilanz gezogen werden. Ein vor kurzem gegründeter "Cercle Indicateurs" wird je ein gemeinsames Indikatorenset der nachhaltigen Entwicklung für Kantone und Städte ausarbeiten. Daneben wurden gesamtschweizerische Befragungen über die in den Kantonen und Gemeinden umgesetzten Massnahmen für die nachhaltige Entwicklung durchgeführt. Im Herbst 2003 engagierten sich 13 Kantone und rund 100 Gemeinden in Nachhaltigkeitsprozessen im Sinne der Agenda 21.

Erfahrungen vorgestellt

    Die jüngste Forumsveranstaltung vom 30. Oktober 2003 in Bern war dem Thema "Chancen und Grenzen von Beteiligungsverfahren in Nachhaltigkeitsprozessen" gewidmet. Professorin Ruth Kaufmann-Hayoz von der Universität Bern und Professor Peter Knoepfel vom "Institut des hautes études en administration publique" (IDHEAP) referierten über die Rolle und die Bedingungen der Beteiligung beziehungsweise über deren Chancen und Grenzen. Der Schaffhauser Regierungsrat Herbert Bühl präsentierte das auf kantonaler Ebene verwendete Modell. Für die Städte sprach die Stadträtin Silvia Zamora über die Erfahrungen, die in Lausanne mit der Beteiligung der Einwohnerinnen und Einwohner im Rahmen des Projektes "Quartiers 21" gemacht worden waren. Gemeinderat Georges Zufferey aus Vernier (GE) stellte das in seiner Gemeinde eingerichtete "'Observatoire du développement durable" vor, während sich Jürg Inderbitzin, Leiter des Projektes BaBel, zur Integration der Migrantinnen und Migranten in den Entwicklungsprozess eines Quartiers der Stadt Luzern äusserte.

Bern, 30. Oktober 2003

Bundesamt für Raumentwicklung Stabsstelle Information

Auskünfte: Anne DuPasquier, Sektion Nachhaltige Entwicklung (ARE), Bundeshaus Nord, 3003 Bern, Tel. 031 325 06 25, E-Mail: anne.dupasquier@are.admin.ch

Daniel Wachter, Leiter Sektion Nachhaltige Entwicklung, (ARE), Bundeshaus Nord, 3003 Bern, Tel. 031 324 14 50, E-Mail: daniel.wachter@are.admin.ch



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