Zentaris GmbH

Zentaris erhält Zulassung für Impavido(R) in Deutschland

    Frankfurt/Main (ots) -

    Frankfurter Biopharma-Unternehmen erwirkt als erstes "junges"     Unternehmen eine Zulassung für ein in Deutschland entdecktes und     entwickeltes Medikament

      Die Zentaris GmbH teilte heute mit, daß das Bundesinstitut für
Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) die Zulassung für das
Medikament Impavido(R) erteilt hat. Die Zentaris GmbH ist somit das
erste "junge" Unternehmen der Branche, das ein in Deutschland
entdecktes und entwickeltes Präparat auf den hiesigen Markt bringt.
Das Produkt zur Bekämpfung der Leishmaniose ist bereits seit 2002 in
Indien zugelassen und wird dort seit 2003 vermarktet. In Deutschland
ist Impavido(R) ab sofort verfügbar.

    Das Medikament Impavido(R) (Wirkstoff: Miltefosin) ist zugelassen für die Behandlung der viszeralen Leishmaniose, die nach Malaria zu den gefährlichsten Tropenkrankheiten zählt. In Indien konnten Heilungsraten von über 95 Prozent auch bei bereits resistenten Fällen erreicht werden. In Europa wurden 39 Leishmaniose-Patienten mit HIV-Co-Infektionen, bei denen keine andere Therapie mehr wirksam war, behandelt. Etwa zwei Drittel der Patienten waren nach vier Wochen geheilt oder zeigten eine deutliche Verbesserung (Clinical Infectious Diseases 2004 39(10) 1520-23)). In Europa findet die viszerale Leishmaniose unter den HIV-Patienten immer mehr Opfer, da das geschwächte Immunsystem nicht mehr in der Lage ist, die Infektion zu bekämpfen. Bedingt durch die HIV-Infektion erkranken diese Patienten immer wieder neu. Auch in diesen Fällen zeigte Impavido(R), daß Patienten wiederholt und über einen längeren Zeitraum mit dem Medikament behandelt werden können. Der Erreger der Leishmaniose ist in Südeuropa weit verbreitet. Dort ist die Krankheit insbesondere bei Hunden, die als Reservoir für die Ansteckung der Menschen dienen, bekannt.

    Als erste orale Therapie zur Bekämpfung der Leishmaniose genießt Impavido(R) ein hohes Maß an Aufmerksamkeit in der medizinischen Fachwelt. Es ist außerdem das erste Medikament seit über 50 Jahren, das speziell für diese Erkrankung entwickelt wurde. Neben der hohen Wirksamkeit und oralen Verfügbarkeit zeichnet sich Impavido(R) durch ein vorteilhafteres Nebenwirkungsprofil gegenüber den derzeitigen Standardmedikamenten aus. Die neue Therapie ermöglicht, einen 4-wöchigen Krankenhausaufenthalt zu vermeiden und damit die Gesamttherapiekosten erheblich zu senken. Die weltweit zunehmenden Resistenzraten gegenüber den bisherigen Standardmedikamenten ist ein weiterer Grund, weshalb die Entwicklung von Impavido(R) einen wichtigen Meilenstein bei der Bekämpfung der Leishmaniose darstellt.

    Vielversprechend sind auch die Ergebnisse zur kutanen Leishmaniose, die in Südamerika (Espundia) und im Nahen Osten (Orientbeule) weit verbreitet ist. Diese Form der Krankheit führt zu offenen Wunden an Armen, Beinen und im Gesicht. Bleibende Narben am Körper und Entstellungen im Gesicht sind die Spätfolgen. Die Zulassung für diese Indikation ist bereits in Pakistan und Kolumbien beantragt.

    "Wir sind stolz bewiesen zu haben, daß es in Deutschland immer noch möglich ist, ein in aller Welt beachtetes Medikament zu entdecken und zu entwickeln. Wir stehen in der besten Tradition der deutschen Forscher die einst den Begriff der "Apotheke der Welt" begründeten; diese werden wir fortführen" sagte Professor Dr. Jürgen Engel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Zentaris GmbH, der die Entwicklung von Impavido(R) persönlich geleitet und vorangetrieben hat.

    Der Wirkstoff Miltefosin wurde am Max Planck Institut in Göttingen durch Professor Hans Jörg Eibl und Professor Clemens Unger, damals Klinikum Göttingen, entdeckt und von Zentaris in Kooperation mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum Medikament entwickelt. Die Leishmaniose ist nach WHO Angaben in 88 Ländern der Welt präsent. Etwa 350 Millionen Menschen weltweit leben täglich mit der Gefahr einer Ansteckung. Jährlich erkranken ca. 1,5 Millionen Menschen neu und jedes Jahr fordert die Krankheit ca. 60.000 Todesopfer.

    Über Zentaris GmbH

    Die Zentaris GmbH, eine 100%ige Tochter der kanadischen AEterna Zentaris Inc. (TSX: AEZ; Nasdaq: AEZS), ist ein integriertes forschungsorientiertes Biopharma-Unternehmen mit der klaren Fokussierung auf die Behandlung von gut- und bösartigen Tumoren. Mit zwei Produkten auf dem Markt, sieben Produkten in der klinischen Prüfung und acht Produkten in der präklinischen Entwicklung ist die Zentaris eines der führenden europäischen biopharmazeutischen Unternehmen.  Gemäß dem Firmenmotto "Der Heilung verpflichtet" entwickeln die 89 Mitarbeiter der Zentaris in Frankfurt am Main neue patientenfreundliche Therapien. Weitere Informationen finden sie unter www.zentaris.com oder unter www.aeternazentaris.com.


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