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Bestattung im Weltraum: US-Unternehmen lässt Asche in den Orbit schiessen; 2004 ist erstmals ein Start vom Weltraumbahnhof Baikonur geplant

    Hamburg (ots) - Wer ein extravagantes Ende mag, kann seine Asche ins All schiessen lassen - und einige Zeit später als Sternschnuppe heimkehren. Das berichtet die aktuelle Ausgabe des Magazins GEO WISSEN zum Thema "Die Geheimnisse des Universums". Die US-Firma Celestis hat bereits die Asche von 100 Verstorbenen in den Orbit befördert, darunter die von Gene Roddenberry, Erfinder der Serie "Star Trek", Eugene Shoemaker, Mitentdecker des Kometen Shoemaker-Levy und die des LSD-Propheten Timothy Leary; auch Japaner, Niederländer und neun Deutsche gehören zum Kundenkreis.

    Die meisten Starts fanden bislang in Vandenberg, Kalifornien, statt, oft unter den Augen von Hinterbliebenen. In diesem Jahr ist erstmals eine Mission vom kasachischen Weltraumbahnhof Baikonur geplant. Die Miniatur-Urnen enthalten jeweils sieben Gramm Asche und werden zusammen mit Satelliten in 550 bis 800 Kilometer hohe Umlaufbahnen geschossen. Da den Urnen ein Antrieb fehlt, kommen sie der Erde langsam wieder näher und verglühen durch die Reibungshitze schliesslich wie Sternschnuppen.

    11'000 Euro verlangt der deutsche Celestis-Repräsentant Manfred Lessing für eine Bestattung, inklusive Gedenk-Video vom Raketenstart, aller Formalitäten und ordnungsgemässer, anonymer Entsorgung der Restasche auf Erden. In den USA kostet der Transport der üblichen sieben Gramm 5300 Dollar. Weniger Betuchte lockt das Unternehmen mit einem Sonderangebot: Für 995 Dollar wird ein Gramm Asche ins All expediert - Ratenzahlung ist möglich.

    Belegexemplare erbeten.

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