BKW Energie AG

Axpo Holding AG, Alpiq Holding AG und BKW FMB Energie AG
Einigung über Planung und Bau der Ersatz-Kernkraftwerke erreicht

Heinz Karrer (Axpo), Giovanni Leonardi (Alpiq), Kurt Rohrbach (BKW FMB Energie SA)

    Bern (ots) -

    - Hinweis: Bildmaterial steht zum kostenlosen Download bereit  
        unter: http://www.presseportal.ch/de/pm/100001009 -

    Axpo, Alpiq und BKW haben sich auf das weitere gemeinsame Vorgehen bezüglich Planung und Neubau von zwei Ersatz-Kernkraftwerken geeinigt. Diese sollen als Ersatz für die wegfallenden nuklearen Produktionskapazitäten in der Schweiz und die langfristigen Importverträge aus Frankreich dienen. Damit ist im Hinblick auf die Wahrung der zukünftigen Versorgungssicherheit der Schweiz ein Meilenstein erreicht. Axpo, Alpiq und BKW bringen ihre laufenden Projekte in eine gemeinsame Planungsgesellschaft ein. Die drei Projekte werden vorläufig parallel und gleichwertig weiter entwickelt. Entscheide bezüglich der Standorte oder der Reihenfolge werden zu einem späteren Zeitpunkt gefällt.

    Nach intensiven Verhandlungen haben sich Axpo bzw. ihre Konzerngesellschaften Axpo AG und Centralschweizerische Kraftwerke AG, Alpiq und BKW über das weitere Vorgehen für den Ersatz der wegfallenden nuklearen Produktionskapazitäten sowie der französischen Importverträge durch den Neubau zweier Kernkraftwerke geeinigt. Diese Einigung wird von allen Beteiligten als Meilenstein auf dem Weg zu einer sicheren und zuverlässigen Stromversorgung der Schweiz betrachtet.

    Axpo, Alpiq und BKW beteiligen sich je zu einem Drittel an einer gemeinsamen Planungs- und Projektgesellschaft. Deren Zweck ist die partnerschaftliche Planung dreier vergleichbarer Projekte bis zur definitiven Festlegung der Reihenfolge. Damit können die politischen und behördlichen Verfahrensabläufe beschleunigt, Synergien bei der Evaluation genutzt und Kosten gespart werden. Ausserdem werden die Voraussetzungen für eine mögliche zukünftige gemeinsame Betriebsgesellschaft geschaffen.

    Der definitive Entscheid über die zu realisierende Reihenfolge wird spätestens vor dem Botschafts- und Entscheidentwurf gemäss dem Rahmenbewilligungsverfahren für neue Kernkraftwerke des Bundesamts für Energie (BFE) getroffen - gemäss heutigem Stand der Planung Mitte 2012. Als Basis für den Entscheid dienen neben der langfristigen Standortsicherung sowohl wirtschaftliche und politische Aspekte als auch Abklärungen des laufenden Prüfprozesses der drei Rahmenbewilligungsgesuche durch die Behörden. Falls diese Gesamtbeurteilung keine relevanten Unterschiede ergibt, werden die Standorte in der Reihenfolge der Ausserbetriebnahme der bestehenden Anlagen berücksichtigt.

    Die Beteiligungsverhältnisse der drei Unternehmen an den Partnerwerken sehen wie folgt aus: 59% Axpo (Axpo AG 48,6%, Centralschweizerische Kraftwerke AG 10,4%), 25,5% Alpiq, 15,5% BKW. Diese Aufteilung spiegelt den heutigen Anteil der drei Partner am nuklearen Produktionspark der Schweiz und nicht die Marktanteile an der Versorgung in der Schweiz (Axpo 35%, Alpiq 24%, BKW 14%) wider. Für die erste Anlage wird das Beteiligungsverhältnis unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren, wie die Laufzeiten der bestehenden Anlagen, leicht verschoben (Alpiq -3%, BKW +3%).

    Axpo CEO Heinz Karrer betont: "Die nun erreichte Einigung ist ein wichtiger Durchbruch. Damit können wir auch in Zukunft unseren praktisch CO2-freien Strommix aus Wasserkraft, Kernenergie und neuen erneuerbaren Energien gewährleisten."

    Alpiq CEO Giovanni Leonardi: "Die Einigung ist ein gemeinsames Bekenntnis der drei Partner für die Versorgungssicherheit unseres Landes."

    BKW CEO Kurt Rohrbach ergänzt: "Axpo, Alpiq und BKW haben seit Beginn der Verhandlungen eine einvernehmliche Lösung angestrebt. Wir freuen uns, dass diese nun vorliegt."

    Investitionen in die Versorgungssicherheit

    Die bundesrätliche Energiepolitik setzt neben der Energieeffizienz, der Förderung der erneuerbaren Energien und der Zusammenarbeit mit Europa insbesondere auf den Ersatz oder Neubau von Grosskraftwerken. Darauf basierend und um die Versorgungssicherheit in der Schweiz zu gewährleisten, haben Alpiq (Juni 2008) sowie die Axpo Tochterunternehmen Axpo AG und Centralschweizerische Kraftwerke AG zusammen mit BKW FMB Energie AG (Dezember 2008) beim BFE Rahmenbewilligungsgesuche für Kernkraftwerke an den Standorten Niederamt (SO), Mühleberg (BE) und Beznau (AG) eingereicht. Am 30. Oktober 2009 übergaben die drei Projektanten die auf den im April 2009 erfolgten Antrag des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorats (ENSI) überarbeiteten Unterlagen zu ihren Rahmenbewilligungsgesuchen an das BFE. Im November 2010 bestätigte das ENSI in seinen Gutachten die drei Standorte. Der Bundesrat wird laut BFE voraussichtlich Mitte 2012 über die drei vorliegenden Rahmenbewilligungsgesuche entscheiden, rund fünf Monate später als bisher geplant.

    Über Axpo

    Der Axpo Konzern mit der Axpo AG, der Centralschweizerischen Kraftwerke AG (CKW) sowie der EGL AG ist ein führendes Schweizer Energieunternehmen mit lokaler Verankerung und internationaler Ausrichtung. Stromproduktion, Handel, Verkauf und Dienstleistungen sind in den Unternehmensgruppen vereint. Axpo versorgt zusammen mit Partnern rund 3 Millionen Menschen in der Schweiz mit Strom. Die Axpo Holding AG ist zu 100 Prozent im Besitz der Nordostschweizer Kantone. Weitere Informationen: www.axpo.ch

    Alpiq: Schweizer Wurzeln - Engagement in ganz Europa

    Die Alpiq Holding AG ist das führende Energiehandelsunternehmen und die grösste Energiedienstleisterin der Schweiz mit europäischer Ausrichtung. Der Konzern ist Anfang 2009 aus dem Zusammenschluss der beiden Energiepioniere Atel Holding AG und Energie Ouest Suisse SA (EOS) entstanden. Er ist in 31 Nationen tätig, hat Tochtergesellschaften in 27 Ländern, beschäftigt mehr als 10 000 Mitarbeitende und erwirtschaftete 2009 einen konsolidierten Jahresumsatz von rund 15 Milliarden Schweizer Franken. Alpiq ist in der Stromerzeugung und im Stromtransport, im Vertrieb und Handel sowie im Bereich Energieservice aktiv. Das Unternehmen ist zusammen mit seinen Partnern für rund ein Drittel der Schweizer Stromversorgung verantwort-lich. Mehr Informationen zu Alpiq: www.alpiq.com

    BKW - vertikal integriert und in ausgewählten europäischen Märkten tätig

    Die BKW FMB Energie AG ist mit 3'592 Mio. CHF Umsatz (2009) eines der bedeutendsten Schweizer Energieunternehmen. Sie beschäftigt rund 2'800 Mitarbeitende und deckt alle Stufen der Energieversorgung ab: von der Produktion über den Transport und Handel bis hin zum Vertrieb. Sie versorgt direkt und indirekt über ihre Vertriebspartner mehr als eine Million Menschen in der deutsch- und französischsprachigen Schweiz. Mit ihrem Handels- und Vertriebsgeschäft engagiert sich die BKW zudem in ausgewählten ausländischen Märkten. Der BKW-Produktionspark umfasst Wasserkraftwerke, ein Kernkraftwerk sowie Anlagen neuer erneuerbarer Energien (Wind und Sonne).  In Deutschland und Italien will die BKW in den nächsten Jahren ein Windkraftportfolio von insgesamt 750 MW aufbauen. Dank ihrem Engagement für erneuerbare Energien und ihren Ökostromangeboten unter der Angebotsmarke 1to1 energy ist die BKW heute die grösste Ökostromanbieterin in der Schweiz. Die BKW unterhält in der Schweiz auch ein weit verzweigtes, engmaschiges Stromnetz. Die Leitungen erreichen eine Länge von über 20'000 Kilometern. Zusammen mit den zahlreichen Schalt- und Transformierungsanlagen erschliessen sie das Versorgungsgebiet bis zu den abgelegensten Orten.Weitere Informationen: www.bkw-fmb.ch

Kontakt:
Axpo Holding AG | Corporate Communications
Media Hotline | 0800 44 11 00
Anahid Rickmann | 044 278 41 68

Alpiq Holding AG, Corporate Communications
062 286 71 10
Martin Bahnmüller

BKW FMB Energie AG,Media Communications
031 330 51 07
Antonio Sommavilla



Weitere Meldungen: BKW Energie AG

Das könnte Sie auch interessieren: