HEV Schweiz

HEV Schweiz: SRF DOK Sendung gerügt

Zürich (ots) - Eine DOK Sendung des Schweizer Fernsehens mit dem Titel "Hüslischweiz ohne Ende" suggerierte, nur Einfamilienhäuser seien an der Zersiedelung der Schweiz Schuld. Der Ombudsmann hat die Beschwerde des HEV Schweiz teilweise gutgeheissen.

Am 8. Dezember 2016 hatte das Schweizer Fernsehen eine DOK Sendung mit dem Titel "Hüslischweiz ohne Ende" ausgestrahlt. Aus Sicht des HEV Schweiz wurde das Thema der Zersiedelung in der Sendung einseitig beleuchtet und es wurden vor allem die Einfamilienhausbesitzer als deren Verursacher dargestellt. Der Film suggerierte, Einfamilienhausbesitzer würden zu viel Platz beanspruchen. Zusammen mit den suggestiven Fragen der Moderatorin und der melancholischen Musik entstand der Eindruck, der Zuschauer solle sich eine ganz bestimmte Meinung bilden, nämlich die, dass viele Eigentümer ein überzogenes Flächenbedürfnis hätten. Die gezeigte Lösung in Form der Genossenschaftsbauten liess das bestehende Problem, nämlich die mangelhafte Umsetzung der bestehenden Rechtsgrundlage, völlig ausser Acht.

Brisant ist, dass das Bundesamt für Wohnungswesen am gleichen Tag zwei Studien zur Steuerung der beanspruchten Wohnflächen in der Schweiz veröffentlichte. Darauf angesprochen haben die Verantwortlichen jeden Zusammenhang für zufällig erklärt.

Der HEV Schweiz hat zu besagter Sendung eine Beschwerde beim Ombudsmann der SRG eingelegt, welche nun teilweise gutgeheissen wurde. Der Ombudsmann schreibt: "Das Bedürfnis nach Wohlstand erfordert wirtschaftliche und infrastrukturelle Dynamik, und diese geht mit der Zersiedelung einher. Hier wurde die Schuld für den Verlust an Kulturland zu einseitig dem Bau von Einfamilienhäusern gegeben." Weiter schreibt der Ombudsmann: "Man hätte deutlicher darauf hinweisen können, dass die Gemeinden es in der Hand haben mit der konsequenten Umsetzung des Raumplanungsgesetzes die Zersiedelung zu bremsen."

Der HEV Schweiz ist erfreut über dieses Urteil und hofft, dass das Schweizer Fernsehen über die Zersiedelungsthematik in Zukunft ausgewogener berichtet.

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