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HEV Schweiz: Wohneigentumserwerb immer schwieriger - Bausparen tut not

Zürich (ots) - Künftig sind mehr frei verfügbare Eigenmittel für den Erwerb eines Eigenheims notwendig. Damit wird Finanzmarktpolitik auf Kosten des Wohneigentums betrieben.

Der Bundesrat teilte am 1. Juni 2012 der Öffentlichkeit mit, dass er mit den Banken einen Kompromiss zur Verschärfung der Eigenmittelvorschriften abgeschlossen hatte. Der Beschluss erfolgt in Umsetzung der Änderungen im Rahmen der Too big to fail-Problematik. Ziel dieser Anpassung ist es, die Eigenmittel der Banken zu stärken. Die Banken regulieren sich dabei, unter Aufsicht der FINMA, selber.

Mit der neuen Regelung werden nun aber nicht nur die Banken in die Pflicht genommen, sondern auch die Anforderungen an die Eigenmittel der Konsumenten werden hochgeschraubt. Ab dem 1. Juli 2012 soll jede Person, die Wohneigentum erwerben möchte, von den geforderten zwanzig Prozent Eigenkapital, mindestens zehn Prozent als frei verfügbare Eigenmittel beibringen müssen. Dies also ohne Einberechnung der Pensionskassengelder. Zudem hat sie die Hypothek innert 20 Jahren auf zwei Drittel zu amortisieren. Der Bundesrat hat ausserdem die Möglichkeit, im Überhitzungsfall von den Banken bis zu 2,5 Prozent zusätzliche Eigenmittel auf den risikogewichteten Aktiven zu verlangen.

Wohneigentum in der Schweiz ist schon heute sehr teuer. Der Vorbezug der 2. und 3. Säule ist für viele Leute die einzige Möglichkeit überhaupt, Wohneigentum zu erwerben. Diese Möglichkeit wird nun per 1. Juli 2012 im oben erwähnten Sinn beschränkt. Dies ungeachtet dessen, dass das Wohneigentum ausdrücklich in der Schweizerischen Bundesverfassung als selbständiges Förderungsziel aufgeführt ist. Wird der Erwerb von Wohneigentum stets erschwert, ohne dass flankierende Massnahmen getroffen werden, wird er für den Mittelstand faktisch unmöglich.

Mit der Einführung strengerer Eigenkapitalvorschriften ist es daher umso nötiger, dass ergänzend das Bausparen eingeführt wird. Leidtragender dieser neuen Vorschrift, ohne ergänzende Möglichkeit des Bausparens, wäre sonst einmal mehr der Mittelstand. Auch darum verdient die Initiative "Eigene vier Wände dank Bausparen" am 17. Juni Ihr Ja an der Urne.

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