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Sucht Schweiz
Street Parade: Hände weg vom Drogen-Mix

Street Parade. Weiterer Text über ots und www.presseportal.ch/de/nr/100000980 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung bitte unter Quellenangabe: "obs/Sucht Schweiz/Addiction Suisse/Dipendenze Svizzera/Quelle: Commons Wikipédia"

Lausanne (ots) - Am kommenden 13. August wird die Street Parade 25-jährig. Zürich erwartet Hunderttausende Party- und Zaungäste. Viele werden Alkohol trinken und einige werden auch Ecstasy oder andere illegale Drogen nehmen. Sucht Schweiz warnt vor den schädlichen Folgen des (Misch-)Konsums.

Der schrille House- und Techno-Anlass behauptet sich seit einem Vierteljahrhundert. Über das Wochenende werden rund um den Umzug der Love Mobiles gut 100 grosse und kleinere Partys die Parade garnieren. Nebst Alkohol greifen manche Partygäste zu illegalen Substanzen, darunter Ecstasy, das zu den beliebtesten Partydrogen Europas zählt.

Europaweit wie auch in der Schweiz zeigt sich in jüngster Zeit, dass der Reinheitsgrad von Kokain, Heroin und von Amphetaminen angestiegen ist und der Anteil der Wirkstoffe in Ecstasy-Pillen (MDMA) zugenommen hat. Konsumierende werden oft zu Versuchskaninchen, da sie die genaue Zusammensetzung der angebotenen Stoffe nicht kennen können. Reinere und höher dosierte Stoffe bedeuten stärkere Intoxikationen. Bei Ecstasy können Krampfanfälle oder Halluzinationen auftreten. "Wer keine gesundheitlichen Risiken eingehen will, verzichtet auf Drogen", bringt es Sabine Dobler, Präventionsfachfrau von Sucht Schweiz, auf den Punkt.

Kein Mischkonsum, auch nicht mit Alkohol

Wer sich trotz vorhandener Gesundheitsrisiken für den Konsum illegaler Drogen entscheidet, sollte unbedingt die schadensmindernden Tipps beherzigen. Dazu zählt, Substanzen nicht zu mischen - auch nicht mit Alkohol. Denn der Mischkonsum führt zu unerwünschten Wechselwirkungen. Ecstasy mit Alkohol verstärkt beispielsweise die Austrocknung des Körpers. Die erhöhte Körpertemperatur infolge eines Drogenkonsums und der Flüssigkeitsverlust können den Körper überhitzen, was die Organe stark belastet.

Tipps, um Risiken zu minimieren:

   - Den Durst mit alkoholfreien Getränken löschen! Tanzen und 
     Schwitzen trocknen den Körper aus und Alkohol fördert den 
     Flüssigkeitsverlust.
   - Nie alleine konsumieren! Bekannte über die eingenommenen 
     Substanzen informieren.
   - Wer sich schlecht oder unwohl fühlt, sollte nicht konsumieren. 
     Eine Substanzwirkung kann diesen Zustand verstärken.
   - Farbe und Form der Pillen und Pulver sagen nichts über Inhalt 
     und Qualität aus. Wer sie trotzdem schluckt, soll zunächst eine 
     kleine Menge nehmen und die Wirkung mindestens zwei Stunden 
     abwarten.
   - Chill-out! Nicht einfach nachdosieren. Wenn die Wirkung der 
     Droge abklingt, sind Ruhe und Entspannung angesagt - und nicht 
     das nächste Aufputschmittel.
   - Nach dem Drogenkonsum kein Fahrzeug lenken.
   - Über die Nummer 144 ist im medizinischen Notfall Hilfe zu holen.
     Bei der betroffenen Person sollte bis zum Eintreffen der 
     Rettungskräfte gewartet werden. 

Rat- und Hilfesuchende finden vor Ort ein breites Informationsangebot und Unterstützung. Der Infostand von Streetwork mit Beratung und Drug Checking befindet sich während der Street Parade auf dem Bürkliplatz, das Angebot kann von 13.00 - 18.00 Uhr in Anspruch genommen werden. Am Abend ist das Angebot an der Lethargy Party präsent. Mehr Informationen auf: www.saferparty.ch

Im Extrazug von Chiasso nach Zürich können sich Partygäste über Risiken des Drogenkonsums informieren. Die Präventionsaktion der SBB und Radio Rete tre wird von Radix Svizzera italiana, Projekt danno.ch koordiniert.

rave it safe wird Reisenden zur Street Parade im Berner Bahnhof Informationen namentlich zur Schadensminderung mit auf den Weg geben.

Sucht Schweiz ist ein nationales Kompetenzzentrum im Suchtbereich. Sie betreibt Forschung, konzipiert Präventionsprojekte und engagiert sich in der Gesundheitspolitik. Das Ziel ist, Probleme zu verhüten oder zu vermindern, die aus dem Konsum von Alkohol und anderen psychoaktiven Substanzen hervorgehen oder durch Glücksspiel und Internetnutzung entstehen. Mehr als 200`000 Personen unterstützen unsere NGO.

Umfassende Informationen zu Sucht Schweiz finden Sie auf unserer Website www.suchtschweiz.ch

Die vorliegende Medienmitteilung finden Sie hier: http://www.suchtschweiz.ch/aktuell/medienmitteilungen

Kontakt:

Monique Portner-Helfer
Mediensprecherin
mportner-helfer@suchtschweiz.ch
Tel.: 021 321 29 74



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