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Alkohol und Krebs - ein weitgehend unbekannter Zusammenhang

Lausanne (ots) - Am 4. Februar ist Weltkrebstag, eine Gelegenheit, um auf die wenig bekannte krebserregende Wirkung des Alkoholkonsums hinzuweisen. In der Tat gehen fast 30% der alkoholbedingten Todesfälle auf das Konto verschiedener Krebsarten - das sind beinahe 500 Todesfälle pro Jahr. Die Verbindung zwischen Alkohol und Krebs ist in weiten Kreisen der Bevölkerung unbekannt - das Bewusstsein für diesen Zusammenhang zu schärfen, kann helfen, vermeidbare Krankheiten und Leid zu verhindern.

Von alkoholbedingten Krebserkrankungen sind vor allem die Altersgruppen der über 55-Jährigen betroffen. Bei Frauen ab 45 Jahren ist Brustkrebs für gut ein Viertel (26.5%) der auf Alkohol zurückzuführenden Todesfälle verantwortlich. Und gemäss Krebsliga Schweiz (https://assets.krebsliga.ch/downloads/faktblatt_alkohol_dt_2014.pdf) sind schätzungsweise 4 bis 8 % aller Krebserkrankungen alkoholbedingt. Das heisst bei rund 37'000 Krebserkrankungen pro Jahr in der Schweiz sind etwa 1'500 bis 3'000 Erkrankungen auf Alkoholkonsum zurückzuführen.

Das Krebsrisiko steigt mit zunehmenden Konsummengen an und dies schon ab einem Glas Alkohol pro Tag. Entgegen der landläufigen Meinung sind mehr alkoholbedingte Sterbefälle auf Krebs als auf Leberzirrhose zurückzuführen. Das Risiko ist insbesondere dort, wo der Alkohol direkten Kontakt mit den Organen (Mund, Rachen, Speiseröhre) hat und für Brustkrebs erhöht. In welcher Form man den Alkohol zu sich nimmt, ob Bier, Wein oder Spirituosen, scheint dabei keine Rolle zu spielen. Entscheidend ist die konsumierte Menge an reinem Alkohol. Die Kombination von Alkohol und Tabak erhöht das Krebs-risiko zusätzlich. Es empfiehlt sich daher, moderat Alkohol zu trinken sowie regelmässig alkoholfreie Tage einzulegen und alkoholfreie Getränke zu bevorzugen.

Weitere Informationen zu Alkohol und Gesundheit finden Sie hier: Website www.alkoholimkoerper.ch

Broschüre Alkohol und Gesundheit: http://shop.addictionsuisse.ch/de/alkohol/228-alkohol-und-gesundheit.html

Suchtmonitoring Schweiz http://www.suchtmonitoring.ch/de/2/7.html?alkohol-mortalitat

Wissenschaftliche Berichte:

Marmet, S., Gmel, G., Gmel, G., Frick, H., Rehm, J., Shield, K.D.C. (2013). Alcohol-attributable mortality in Switzerland between 1997 and 2011. Lausanne: Addiction Suisse.

Bagnardi V, Rota M, Botteri E, Tramacere I, Islami F, Fedirko V, Scotti L, Jenab M, Turati F, Pasquali E, Pelucchi C, Bellocco R, Negri E, Corrao G, Rehm J, Boffetta P, La Vecchia C.: Light alcohol drinking and cancer: a meta-analysis. Ann Oncol. 2013 Feb;24(2):301-8.

Die Stiftung Sucht Schweiz ist ein nationales Kompetenzzentrum im Suchtbereich. Sie betreibt Forschung, konzipiert Präventionsprojekte und engagiert sich in der Gesundheitspolitik. Das Ziel der Stiftung ist, Probleme zu verhüten oder zu vermindern, die aus dem Konsum von Alkohol und anderen psychoaktiven Substanzen hervorgehen oder durch Glücksspiel und Internetnutzung entstehen.

Umfassende Informationen zu Sucht Schweiz finden Sie auf unserer Website http://www.suchtschweiz.ch

Die vorliegende Medienmitteilung finden Sie hier: http://www.suchtschweiz.ch/aktuell/medienmitteilungen/

Kontakt:

Monique Portner-Helfer
Mediensprecherin
mportner-helfer@suchtschweiz.ch
Tel.: 021 321 29 74



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