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SFA: Alkohol an der Fasnacht - sich nicht zum Narren machen lassen

    Lausanne (ots) - Das Fasnachtsritual gehört in den Kalender der grossen Feste. Wer die "schönste Zeit des Jahres" geniessen und die Risiken kontrollieren will, verzichtet auf einen übermässigen Alkoholkonsum. Auch Organisatoren können Massnahmen ergreifen, um alkoholbedingte Schäden einzugrenzen. Die Präventionstipps der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) liefern Hinweise für eine ungetrübte Festfreude.

    Wo viele Menschen sich zum Feiern versammeln, fällt Jung und Alt der Griff zu alkoholischen Getränken leicht. Das gilt auch für die anstehende Narrenzeit. Alkoholexzesse, Alkoholvergiftungen, Unfälle oder Gewaltakte sind die Risiken des festlichen Treibens. Sowohl Fasnachtsgäste als auch Veranstalter können dazu beitragen, Alkoholräusche und Schäden zu minimieren. "Grosse Feste brauchen einen Rahmen", betont Sabine Dobler, Präventionsfachfrau der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA). Dazu zählen der Jugendschutz sowie das Verbot der Abgabe von Alkohol an Betrunkene, das in den meisten Kantonen gilt.

    Narrenzeit setzt Jugendschutz nicht ausser Kraft Bier und Wein dürfen grundsätzlich erst an Jugendliche ab 16 Jahren abgegeben werden; Spirituosen, Aperitifs und Alcopops dürfen an Konsumierende ab 18 Jahren verkauft werden. Das obligatorische Schild zur Altersfreigabe unterstützt das Servicepersonal in seiner Arbeit. Um schwierige Verkaufssituationen zu meistern, sollte mindestens eine erfahrene Person in jeder Ausschankstelle arbeiten. Zahlreiche kantonale Präventionsorganisationen bieten Schulungen für das Personal an. In geschlossenen Räumen können Kontrollarmbänder zur Kennzeichnung des Alters eingesetzt werden. Ein attraktives Angebot an nichtalkoholischen Getränken leistet ebenfalls einen Beitrag zur Alkoholprävention. Und Festveranstaltende handeln konsequent, wenn sie auf Alkoholwerbung sowie -sponsoring verzichten.

    Damit die Festlaune anhält Die Fasnächtler können selbst viel tun, um alkoholbedingte Probleme zu vermeiden. Für die SFA stehen folgende Tipps im Zentrum:

    - Das Trinktempo selbst bestimmen. Um den Überblick über die Trinkmenge zu behalten: Das Glas erst nachfüllen lassen, wenn es leer ist. - Das Fasnachtsfieber ist schweisstreibend. Deshalb gilt: Den Durst mit alkoholfreien Getränken löschen. Alkohol entzieht dem Körper Wasser! - Es ist schwierig einzuschätzen, ob und wann man den zulässigen Blutalkoholgehalt erreicht hat. Deshalb gilt: Wer trinkt, fährt nicht und leistet sich ein Taxi oder nutzt den öffentlichen Verkehr. Wer zu viel Promille im Blut hat, sollte davon abgehalten werden, mit dem eigenen Fahrzeug heimzukehren. Festveranstaltende ermöglichen ihren Gästen eine sichere Heimkehr, indem sie einen Taxiservice oder Sammelbusse organisieren.

    Die SFA in Kürze Für die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) steht der Schutz der Gesundheit im Zentrum. Die SFA will Probleme verhüten oder vermindern, die aus dem Konsum von Alkohol und anderen psychoaktiven Substanzen hervorgehen. Die SFA konzipiert und realisiert Präventionsprojekte, engagiert sich in der Gesundheitspolitik und der psychosozialen Forschung. Die SFA ist eine private, parteipolitisch unabhängige Organisation mit gemeinnützigem Zweck.

    Diese Medienmitteilung finden Sie auch auf der Internetseite der SFA: http://www.sfa-ispa.ch/index.php?IDtheme=64&IDcat24visible=1&langue=D

Kontakt:
Monique Helfer
Medienverantwortliche SFA
mhelfer@sfa-ispa.ch
Tel.: 021 321 29 74



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