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SFA : Kluge Köpfe bleiben beim Baden trocken

Lausanne (ots) - Baden und Wassersport locken an warmen Tagen Tausende von Menschen in Seen und Flüsse. Sobald Alkohol ins Spiel kommt, steigt das Unfallrisiko im Wasser. Die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) erinnert an die etablierte Baderegel, bei Wassersportaktivitäten auf Alkohol zu verzichten. Bäder, Seen und Flüsse locken bei steigenden Temperaturen. Das kühle Nass nach dem Sonnenbad oder einem hitzigen Fussballspiel sorgt für Erfrischung. Die Schattenseite: Zählungen der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft zufolge, ertrinken jedes Jahr etwa 50 Menschen in der Schweiz. Dazu kommen Tausende von Verletzungsunfällen. Pro Jahr verletzen sich durchschnittlich 10'000 Menschen beim Baden und Schwimmen. Zählt man die Unfälle bei Aktivitäten wie Rudern, Bootfahren oder Segeln dazu, sind es 15'800 Fälle. Ein Teil dieser tragischen Vorkommnisse ist auf den Konsum von Alkohol zurückzuführen. Vor allem ausländische Studien deuten auf einen starken Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und schweren Badeunfällen. Die Folgen des übermässigen Alkoholkonsums können beim Wassersport verheerend sein. Wer oben auf schwimmen will, trinkt daher nicht. Jedes Gewässer wird mit Alkohol gefährlicher, aber insbesondere Fliessgewässer haben es in sich. Sie fordern von Schwimmenden schon bei klarem Kopf viel ab. Die Strömung, tiefe Wassertemperaturen, Schwellen oder Wirbel sowie unwegsame Ufer, die den Ausstieg erschweren, werden oft unterschätzt. Badende in der Strömung brauchen ihre ganze Reaktionsfähigkeit und all ihre Kräfte. Wo Risiken lauern Gründe für Unfälle beim Wassersport gibt es mehrere: Meist werden die eigenen Kräfte überschätzt, jene des Wassers unterschätzt. Alkohol erhöht die Risikobereitschaft und beeinträchtigt die Konzentration. Mit zu viel Promille im Blut leidet die Sehkraft, Routine-bewegungen geraten ins Wanken, der Gleichgewichtssinn schwindet. Wer alkoholisiert badet, hat eine verminderte Schwimmkompetenz und riskiert, im Wasser zu erbrechen; Betroffene gehen lautlos unter. Eine fest etablierte Baderegel lautet daher, den Alkohol zu meiden. Dies gilt ebenso für andere Aktivitäten rund ums Wasser. Auch ein Boot alkoholisiert zu führen, ist gefährlich und kann strafbar sein. Eine weitere Baderegel lautet, nie überhitzt ins Wasser springen, da der Körper Anpassungszeit braucht. Unter Alkoholeinfluss rückt hier die nötige Vorsicht oft in den Hintergrund. Um Unfälle zu meiden, empfiehlt die SFA daher: - Verzichten Sie beim Schwimmen oder anderen Wassersportaktivitäten auf Alkohol. - Führen Sie kein Boot, wenn Sie alkoholisiert sind. Die Zahlen zum Unfallgeschehen in der Schweiz stammen von der Beratungsstelle für Unfallverhütung, bfu. Die Daten sind bis 2005 verfügbar. Die SFA in Kürze Für die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) steht der Schutz der Gesundheit im Zentrum. Die SFA will Probleme verhüten oder vermindern, die aus dem Konsum von Alkohol und anderen psychoaktiven Substanzen hervorgehen. Die SFA konzipiert und realisiert Präventionsprojekte, engagiert sich in der Gesundheitspolitik und der psychosozialen Forschung. Die SFA ist eine private, parteipolitisch unabhängige Organisation mit gemeinnützigem Zweck. Diese Medienmitteilung finden Sie auch auf der Internetseite der SFA: http://www.sfa-ispa.ch/index.php?IDtheme=64&IDcat24visible=1&langue=D Kontakt: Auskunft: Monique Helfer Medienverantwortliche SFA mhelfer@sfa-ispa.ch Tel.: 021 321 29 74

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