Einst und Jetzt im Fokus

Zürich (ots) - Der Publikumsrat SRG.D beschäftigte sich in der August-Sitzung einerseits mit «Tama ...

Sucht Schweiz / Addiction Suisse / Dipendenze Svizzera

SFA - Biersteuersenkung: Die Prävention wird wirtschaftlichen Interessen geopfert

    Lausanne (ots) - Eine knappe Mehrheit der Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK) hat sich in Sachen Biersteuer für die schlechteste aller Lösungen entschieden: Sie will die Steuer noch tiefer ansetzen als im Entwurf des Bundesrates vorgesehen. Damit wird eine der wirksamsten Präventionsmassnahmen zunichte gemacht - zum Nachteil der Gesundheit der Jugendlichen.

    Bereits im Gesetzesentwurf des Bundesrates war die Biersteuer so tief angesetzt, dass sie für die Präventions- und Gesundheitsorganisationen kaum akzeptabel war. Offensichtlich standen dabei bloss wirtschaftliche Interessen im Vordergrund. Bier zu Billigpreisen ist gerade für Jugendliche und Minderjährige attraktiv - damit werden alle Präventionsbemühungen unterlaufen, denn dass Preis und Erhältlichkeit alkoholischer Getränke einen grossen Einfluss auf die Konsumraten haben, ist wissenschaftlich erwiesen. Ohne eine Preiserhöhung wird Bier das billigste alkoholische Getränk auf dem Markt bleiben - oft ebenso billig wie alkoholfreie Getränke oder sogar noch billiger.

    Suchtexperten sind für eine deutliche Steuererhöhung

    Der Alkoholmissbrauch der Heranwachsenden in der Schweiz ist Besorgnis erregend: Verschiedene Schweizer Studien zeigen, dass der Alkoholmissbrauch bei 13- bis 18-Jährigen stark zunimmt (ESPAD, SMASH). Ebenso ist nachgewiesen, dass ein früher problematischer Alkoholkonsum das Risiko deutlich erhöht, im Erwachsenenalter Alkoholprobleme zu entwickeln.

    Der Fachverband Sucht (FS), GREAT (Groupement Romand d'Etudes sur l'Alcoolisme et les Toxicomanies) und die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) fordern deshalb vom Ständerat eine deutliche Erhöhung der Biersteuer, um die Bestrebungen der Prävention und des Jugendschutzes zu unterstützen.

ots Originaltext: SFA / ISPA
Internet: www.presseportal.ch

Kontakt:
Schweizerische Fachstelle für Alkohol-
und andere Drogenprobleme (SFA)
Janine Messerli
Sprecherin
Tel.         +41/(0)21/321'29'74
Internet: www.sfa-ispa.ch

Fachverband Sucht (FS)
Markus Theunert
Generalsekretär
Mobile    +41/(0)79/238'85'12
Internet: www.fachverbandsucht.ch

Groupement Romand d'Etudes sur
l'Alcoolisme et les Toxicomanies (GREAT)
Jean-Félix Savary
secrétaire général
Mobile      +41/(0)79/345'73'19
Internet: http://www.great-aria.ch



Weitere Meldungen: Sucht Schweiz / Addiction Suisse / Dipendenze Svizzera

Das könnte Sie auch interessieren: