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SFA: Alkohol im Strassenverkehr - Prävention soll in der Schule beginnen

    Lausanne (ots) - Das Lenken eines Fahrzeugs unter dem Einfluss von Alkohol ist eines der grössten Probleme für die Verkehrssicherheit. Gerade junge Männer fahren überdurchschnittlich oft in angetrunkenem Zustand: Fast die Hälfte der 16- bis 20- Jährigen hat nach eigenen Angaben schon einmal betrunken ein Fahrzeug gelenkt. Um die Jugendlichen bereits frühzeitig für die Gefahren des Alkohols im Strassenverkehr zu sensibilisieren, hat die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) ein pädagogisches Präventionsheft für den Schulunterricht geschaffen.

    Jugendliche und junge Erwachsene betrinken sich seit einigen Jahren immer öfter, was sich auch auf den Strassenverkehr auswirkt. Alkohol beeinträchtigt die Fähigkeiten, die es zum Lenken eines Fahrzeugs braucht, und erhöht gleichzeitig die Bereitschaft, Risiken einzugehen. Besonders häufig sind 18- bis 24-jährige männliche Fahrzeuglenker an alkoholbedingten Verkehrsunfällen beteiligt. Schulpflichtige Jugendliche fahren zwar meist noch nicht Auto, wohl aber Roller, Mofa und Fahrrad. Und die meisten von ihnen erwerben früher oder später den Führerausweis. Eine frühzeitige Sensibilisierung für die Gefahren des Alkohols im Strassenverkehr ist also wichtig.

    10 Prozent der jungen Männer haben schon oft betrunken ein Fahrzeug gelenkt

    Gemäss einer Studie der Stiftung SFA aus dem Jahr 2003 gaben 10 Prozent der Alkohol konsumierenden Autofahrenden an, sich auch nach drei und mehr Gläsern Alkohol noch hinters Steuer zu setzen. Bei den Jugendlichen ist das Problem ebenfalls ausgeprägt: In der Studie SMASH von 2002 wurden Jugendliche und junge Erwachsene gefragt, wie oft sie betrunken ein Fahrzeug gelenkt haben. Fast die Hälfte der Männer im Alter von 16-20 Jahren hat dies nach eigenen Angaben schon mindestens einmal gemacht. Bei den jungen Frauen der gleichen Altersgruppe sind es fast 20 Prozent. Knapp 3 Prozent der Frauen und 10 Prozent der Männer haben das sogar schon sehr oft getan.

    Mit Drehstuhlübungen und "Fatal-Vision"-Brillen den Rausch simulieren

    Um die Heranwachsenden frühzeitig für die Gefahren des Alkohols im Strassenverkehr zu sensibilisieren, hat die Stiftung SFA ein Präventionsheft für den Schulunterricht geschaffen. Das pädagogische Hilfsmittel ist für Lehrpersonen der Oberstufe konzipiert. Mit Wissens-Tests, Diskussionsanregungen für den Unterricht und praktischen, erlebnisorientierten Übungen können die Schülerinnen und Schüler lernen, was Alkohol bewirken kann: Z.B. mit der Drehstuhl-Übung, mit der die alkoholbedingte Beeinträchtigung der Koordinationsfähigkeit und des Gleichgewichtssinns simuliert werden kann, oder den "Fatal-Vision"-Brillen, die den Effekt des Alkohols auf die Sehfähigkeit simulieren. Ausserdem informiert das Heft über Zahlen und Fakten zu Alkohol und Unfällen in der Schweiz sowie über die aktuellen gesetzlichen Bestimmungen und erklärt die Wirkungen des Alkohols auf Körper und Psyche. Die Präventionsbroschüre "Alkohol im Strassenverkehr - Risiken erkennen und Verhalten anpassen" ist in der pädagogischen Reihe der SFA "Jugendliche und Alkohol" erschienen. Sie kann als PDF-Datei vom Internet heruntergeladen werden. http://www.sfa-ispa.ch/DocUpload/Alkohol_strass.pdf

    Diese Medienmitteilung finden Sie auch auf der Internetseite der SFA: http://www.sfa-ispa.ch/index.php?IDtheme=64&IDarticle=1197&IDcat24vis ible=1&langue=D

ots Originaltext: SFA/ISPA
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