Sucht Schweiz / Addiction Suisse / Dipendenze Svizzera

Kompetenter Rat am heissen Draht - Ecstasy-Hotline der SFA: 0800 620 620

    Lausanne (ots) - Am 13. August tanzen sie wieder zu stampfenden Rhythmen rund um das Zürcher Seebecken - die Fans der Street Parade. An der Genfer Lake Parade haben Vergiftungsfälle den Konsum von Designerdrogen und die damit verbundenen Gefahren erneut ins gesellschaftliche Bewusstsein gerückt. Um den Risiken des Drogengebrauchs vorzubeugen, bietet die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) zum achten Mal ihre kostenlose Ecstasy-Beratungshotline an.

    Während der Street Parade erteilt das SFA-Beratungsteam unter der Nummer 0800 620 620 kostenlos Auskunft zu Risiken und Wirkungen von Partydrogen: vom Freitag, 12. August, 12 Uhr bis am folgenden Sonntag um 12 Uhr. Die Fachleute der Ecstasy-Hotline gehen rund um die Uhr auf Fragen und Probleme der Anrufenden ein und stehen mit Rat zur Seite. Die erste und wichtigste Botschaft der Präventionsfachleute ist: Drogenkonsum ohne Risiko gibt es nicht! Wer sich gefahrlos ins Partyfieber stürzen will, lässt also die Finger davon. Gerade Personen, die im Rahmen einer Grossveranstaltung versucht sind, Drogen einmal auszuprobieren, sind häufig schlecht über die Wirkungen informiert. Sie setzen sich unter Umständen grossen Gefahren aus. Wer sich trotz der Risiken für den Drogenkonsum entscheidet, sollte unbedingt die schadensmindernden Tipps beherzigen, die auf dem SFA-Flyer "safer dancing" aufgeführt sind.

  Vorsicht vor der Droge GHB

    Im Rahmen der Genfer Lake Parade sorgten Vergiftungsfälle, vermutlich verursacht durch die Droge GHB, für Schlagzeilen. GHB (Gamma-Hydroxy-Butyrat) ist auch unter dem Namen "liquid ecstasy" bekannt, obwohl es sich chemisch um eine völlig andere Substanz handelt. GHB hat eine euphorisierende, enthemmende und entspannende Wirkung, die je nach Dosierung bis zu Bewusstlosigkeit und Koma führen kann. In Kombination mit Alkohol ist GHB lebensgefährlich, da Alkohol auch schon in kleinen Mengen die atemlähmende Wirkung verstärkt und so den Tod herbeiführen kann. An der Genfer Lake Parade mussten sich rund dreissig Personen mit Vergiftungssymptomen in ärztliche Behandlung begeben - einige gar in die Intensivstation. Um sich vor Vergiftungen durch GHB oder die Vorläufersubstanz GBL zu schützen empfiehlt die Stiftung SFA:

    - Lassen Sie Ihr Getränk nicht unbeaufsichtigt stehen.

    - Konsumieren Sie kein Getränk, das nicht in Ihrer Gegenwart  
        geöffnet oder ausgeschenkt wurde.

    - Konsumieren Sie keine offenen Getränke, die nicht an offiziellen
        Verkaufsständen ausgeschenkt oder Ihnen von Unbekannten    
        angeboten werden.

    Die SFA hat die Informationsbroschüre "Kokain" neu überarbeitet, welche die Informationen zu Partydrogen ("Ecstasy" und "safer dancing") ergänzt. Flyer zu allen wichtigen Substanzen können bei der SFA bestellt oder als PDF-Datei im Internet heruntergeladen werden (www.sfa-ispa.ch).

    Die Vollversion dieser Medienmitteilung finden Sie auf der Internetseite der SFA: http://www.sfa-ispa.ch/index.php?IDtheme=64&IDarticle=1175&IDcat24vis ible=1&langue=D

ots Originaltext: SFA/ISPA
Internet: www.presseportal.ch

Kontakt:
Janine Messerli
Tel. +41/21/321'29'74
E-Mail: jmesserli@sfa-ispa.ch



Weitere Meldungen: Sucht Schweiz / Addiction Suisse / Dipendenze Svizzera

Das könnte Sie auch interessieren: