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SFA - Schweizer Jugendliche: Exzessiver Suchtmittelkonsum nimmt zu

    Lausane (ots) - Die Anzahl Schweizer Teenager, die mit einem übermässigen Suchtmittelkonsum ihre Gesundheit gefährden, ist zwischen 1998 und 2002 um fast 10 Prozent angestiegen. Beim Kiffen nimmt unser Land im europäischen Vergleich gar eine Spitzenposition ein. Das zeigt die repräsentative Studie der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA).

      "Die Schweizer Jugendlichen trinken vermehrt über den Durst, sie
kiffen mehr und ernähren sich ungesünder als früher", erklärt Holger
Schmid, Leiter der Schülerstudie "Health Behaviour in School-Aged
Children (HBSC)". Wie ein aktueller europäischer Vergleich zeigt,
sind in anderen Ländern ähnliche Tendenzen festzustellen.
Grossbritannien und die skandinavischen Länder ragen vor allem mit
einem hohen Anteil sich betrinkender Jugendlicher heraus, während die
Schweizer Jugendlichen umso kräftiger am Joint ziehen. Beim Kiffen
liegt die Schweiz zusammen mit Grossbritannien und Spanien ganz
vorne: Etwa jeder dritte 15-Jährige in diesen drei Ländern hat in den
12 Monaten vor der Untersuchung Cannabis konsumiert.

    In der Studie wurden auch die Entwicklungstrends für die Schweiz untersucht. Tägliches Rauchen, wiederholte Trunkenheit und Cannabiskonsum gehören mit zu den Risikoverhaltensweisen, welche die Gesundheit Jugendlicher gefährden. Der Anteil Schweizer Schüler und Schülerinnen mit einem risikohaften Suchtmittelkonsum hat zwischen 1998 und 2002 um fast 10 Prozent zugenommen. "Solche Jugendliche sind gefährdet und brauchen dringend fachkundige Unterstützung - sei dies durch den Schulpsychologen bzw. -sozialarbeiter, die Hausärztin oder eine Suchtfachstelle", betont Michel Graf, Direktor und Präventionsfachmann der SFA.

    Die Vollversion dieses Pressetextes sowie den Bericht zur Studie finden Sie auf der Internetseite der SFA. Vollversion Pressetext: www.sfa-ispa.ch/ServicePresse/allemand/Presse2004/art11_1.htm Bericht zur Studie: www.sfa-ispa.ch/Recherche/allemand/aktuell/2d.htm

ots Originaltext: SFA
Internet: www.presseportal.ch

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Janine Messerli
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