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Die SFA begrüsst das Ja zur Anti-Tabak-Konvention

    Lausanne (ots) - Heute hat der Bundesrat die internationale Anti-Tabak-Konvention der Welt-gesundheitsorganisation (WHO) unterzeichnet. Die Konvention verbietet jegliche Zigarettenwerbung und Sponsoring sowie die Abgabe von Tabakprodukten an Minderjährige. Nichtrauchende sollen zudem besser vor Zigarettenrauch geschützt werden. Die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) begrüsst das Ja zur Anti-Tabak-Konvention als wichtigen politischen Schritt in der Bekämpfung von Tabakproblemen.

    Beim Nichtraucher- und Jugendschutz liegt in der Schweiz noch vieles im Argen: Nichtraucherzonen sucht man in den meisten Restaurants vergeblich und es gibt kein Gesetz, das die Abgabe von Zigaretten an Jugendliche oder sogar Kinder verbietet. Jugendliche werden durch die trendige Lifestylewerbung der Tabakindustrie besonders angesprochen. Dass die Werbung den Zigarettenkonsum fördert, ist durch zahlreiche Studien erwiesen. Und dass Rauchen schadet, belegt die traurige Bilanz von 8'700 Tabaktoten jährlich - das sind durchschnittlich 23 Menschen pro Tag, die hierzulande an den direkten Folgen des Rauchens sterben. Aus diesen Gründen sind nach Ansicht der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) Massnahmen zur Bekämpfung der Tabakprobleme dringend notwendig.

    Werbeverbote, Jugend- und Nichtraucherschutz

    Die Anti-Tabak-Konvention der Weltgesundheitsorganisation (WHO) umfasst eine breite Palette von Forderungen: Sie schreibt grössere Warnaufschriften auf der Zigarettenpackung vor (mindestens ein Drittel der Packungsseite) und verbietet Bezeichnungen wie "mild" oder "light". Das sind Änderungen, die auch Bestandteil der zur Zeit in der Schweiz laufenden Revision der Tabakverordnung sind. Darüber hinaus verlangt sie aber Preis- und Steuererhöhungen, um die Nachfrage nach Tabakprodukten zu reduzieren, Schutz der Nichtrauchenden am Arbeitsplatz und in öffentlichen Gebäuden, ein Verbot von Tabakwerbung und Sponsoring sowie das Verbot des Zigarettenverkaufs an Minderjährige. Die unterschreibenden Länder müssen zudem schärfer gegen Zigarettenschmuggel vorgehen.

    Für die Schweiz bedeutet das, dass sie ihre Gesetzgebung betreffend Werbeverbot, Verbot des Zigarettenverkaufs an Minderjährige und Schutz der Nichtrauchenden in öffentlichen Räumen anpassen muss. Solche Massnahmen finden eine breite Zustimmung der Schweizer Bevölkerung, wie eine Umfrage des Bundesamtes für Gesundheit gezeigt hat. In Anbetracht des langen Weges, den Gesetzesrevisionen hierzulande gehen, wird es aber noch einige Jahre dauern, bis die Schweiz das Abkommen ratifizieren kann. Bisher haben 125 Länder die Rahmenkonvention gegen das Rauchen unterschrieben und 19 haben sie ratifiziert.

    Die SFA engagiert sich seit Jahren aktiv in der Tabakprävention: Sie hat Handbücher, Videos und Infobroschüren für Eltern, Jugendliche und für den Schulunterricht verfasst. Die Materialien können bei der SFA unter www.sfa-ispa.ch, "Buchhandlung" bestellt werden.

    Diese Medieninformation finden Sie auch unter: www.sfa-ispa.ch/ServicePresse/pressedienst.htm

ots Originaltext: SFA/ISPA
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Kontakt:
Janine Messerli
Tel.      +41/21/321'29'74
E-Mail: jmesserli@sfa-ispa.ch



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