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SFA: Verteuerung der Alcopops soll Rauschtrinken eindämmen

    Lausanne (ots) - Am 1. Februar tritt die Sondersteuer auf Alcopops in Kraft, die das Parlament im letzten Jahr mit grosser Mehrheit beschlossen hat. Die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) hat sich stark für die Sondersteuer eingesetzt, weil der Alcopopkonsum der Minderjährigen in den letzten Jahren rasant gestiegen ist.  

    Jugendliche sprechen besonders stark auf die trendigen Alcopops an: Wie die aktuelle Schülerbefragung der Schweizerischen Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) zeigt, sind sie das neue Lieblingsgetränk der 15- und 16-jährigen Mädchen - obwohl an diese Altersgruppe von Gesetzes wegen gar keine Alcopops abgegeben werden dürften.

    Die Sondersteuer wird die süssen Alkoholika spürbar verteuern. So wird ab 1. Februar die Steuer auf einem 2.75 dl Fläschchen von 45 Rappen auf Fr. 1.80 bis Fr. 2.- erhöht werden. Die SFA hat sich in den letzten Jahren stark für eine Sondersteuer engagiert. Zahlreiche Untersuchungen bestätigen, dass Preiserhöhungen gerade bei Jugendlichen eine wirksame Präventionsmassnahme darstellen.

    Der hohe Zuckeranteil und die Kohlensäure in den Alcopops bergen die Gefahr, dass zu viel und zu schnell getrunken wird. Sie führen zudem zu einer schnellen Aufnahme des Alkohols ins Blut und damit schneller zu einem Rauschzustand. Die Verteuerung der Alcopops soll den frühen Einstieg Jugendlicher in den Alkoholkonsum verhindern, denn je früher Jugendliche mit dem Alkohol trinken beginnen, desto grösser ist das Risiko, dass sie später Alkoholprobleme haben. Zudem soll die Preiserhöhung das Rauschtrinken, das in den letzten Jahren stark zugenommen hat, eindämmen helfen.

    Dennoch ist es mit einer Sondersteuer auf Alcopops nicht getan. Es braucht zusätzlich verstärkte Alterskontrollen in den Läden und Ausschankstellen. Auch eine verbesserte Information des Personals, der Erziehungspersonen und der ganzen Bevölkerung sind wichtige Massnahmen. Dies auch deshalb, weil die Möglichkeit besteht, dass manche Jugendliche nach der Preiserhöhung auf andere alkoholische Getränke wie gemixte Drinks oder Biermischgetränke umsteigen: Konsequente Alterskontrollen und eine gezielte Sensibilisierung des Personals, insbesondere der Festveranstalter, können hier einiges bewirken. Sollten neue Trendgetränke auf der Basis von Bier oder Wein den Markt erobern, so wäre auch hier die Einführung einer Sondersteuer zu befürworten.

Den Artikel finden Sie auch unter www.sfa-ispa.ch

ots Originaltext: SFA
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Kontakt:
Janine Messerli
SFA, Schweizerische Fachstelle
für Alkohol- und andere Drogenprobleme
Postfach 870, 1001 Lausanne
Tel.:  +41-(0)21-321'29'74
E-Mail:jmesserli@sfa-ispa.ch



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