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"Fehlzündungen" am Herzen: bei Herzrhytmusstörungen besser den Alkohol lassen

    Lausanne (ots) - Wenn das Herz zu rasen oder zu stolpern beginnt und unser "Motor" aus dem Takt gerät, ist Vorsicht geboten. Eine Gesundheitskampagne in Deutschland weist auf die Rolle von Alkoholkonsum als Mitverursacher und Verstärker von Herzrhythmus-störungen hin. Die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) in Lausanne möchte die hiesige Öffentlichkeit auf dieses Risiko hinweisen.

    Unsere Herzschläge werden durch einen regelmässigen elektrischen Impuls ausgelöst. Gerät dieser Impuls aus dem Rhythmus, spricht man von Herzrhythmusstörungen, die sich durch einen zu schnellen Herzschlag (Herzrasen) oder durch eine Verlangsamung des Impulses (Herzstolpern) äussern können. Die Symptome sind oft identisch: Herzklopfen, Kurzatmigkeit, Schwindel, Druck in der Brust sowie das sichere Gefühl, dass der "Motor" nicht mehr rund läuft. Die Störungen können unterschiedlich gefährlich, manchmal auch lebensbedrohend sein, wenn sie zu Herzflimmern (mit der Folge eines möglichen Sekunden-Herztodes) übergehen oder langfristig zu Gefässverstopfungen und Schlaganfällen führen.

    Wenig Alkohol und genügend Schlaf

    Die Deutsche Herzstiftung führt gegenwärtig eine Kampagne durch, um auf die Faktoren hinzuweisen, die das Risiko einer Herzrhythmusstörung beeinflussen und verstärken. Neben Kalium- und Magnesiummangel nennt Prof. Thomas Meinertz, Kardiologe am Universitäts-krankenhaus Eppendorf (Hamburg), Rauchen, Schlafmangel, Stress und Alkoholkonsum als Mitverursacher von "Fehlzündungen" am Herzen. Sowohl chronischer Alkoholmissbrauch als auch akuter vermehrter (übermässiger) Alkoholkonsum stehen in einem Zusammenhang mit den Rhythmusstörungen. Wer von Herzrhythmusstörungen betroffen ist, kann also selber etwas tun, um das Risiko zu senken: Weniger Alkohol und mehr Schlaf sind dabei ein guter Anfang.

    Quelle: www.herzstiftung.de

ots Originaltext: SFA/ISPA
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