Migros-Genossenschafts-Bund

m-way schenkt Velos ein zweites Leben

Zürich (ots) - Partnerschaften mit "Velos für Afrika" und "Schweiz rollt" m-way schenkt Velos ein zweites Leben

Glattbrugg, 12. September 2012 - Die Migros-Tochter m-way setzt sich für eine nachhaltige Mobilität ein und engagiert sich für ein wirtschaftliches, ökologisches und soziales Verantwortungsbewusstsein. Die Spezialistin für Elektromobilität legt sowohl Wert auf die Herkunft der neuen Velos als auch auf das Recycling der alten Fahrräder ihrer Kunden. Als Teil dieses Engagements unterstützt m-way Projekte, die alten Velos ein zweites Leben schenken und ist Partner von "Velos für Afrika" und "Schweiz rollt".

Velos für Afrika: eine wirkungsvolle Solidaritätskette Frau Yanogo arbeitet als Verarbeiterin von Cashewnüssen und getrockneten Mangos für Gebana Afrika, eine Produktionsfirma und ein Lebensmittelexporteur von Produkten aus fairem Handel in Bobo, Dioulasso, in Burkina Faso. Sie ist 40 Jahre alt, verheiratet, hat 5 Kinder und lebt mit ihrer Familie von einem bescheidenen Einkommen in einem kleinen Dorf, das wie fast überall in Afrika nicht gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist. Frau Yanogo legt bis heute mehr als 15 km zu Fuss zurück, um zur Arbeit zu gelangen. Gebana Afrika hat ihr nun den Kauf eines für sie erschwinglichen und vollständig überholten Occasion-Velos ermöglicht. Diese regionale Genossenschaft ist eine Partnerorganisation des Programms "Velos für Afrika", das von Gump- & Drahtesel in Bern entwickelt wurde - einem sozialen Unternehmen im Bereich der Arbeitsintegration und des Recyclings. Das Unternehmen sendet jedes Jahr etwa 13'000 reparierte und wieder in Stand gesetzte Velos an Organisationen in Afrika, die mit dem Vertrieb zum Selbstkostenpreis betraut sind. "Bevor ich dieses Velo hatte, bin ich überall hin zu Fuss gelaufen. Wenn ich es mir leisten konnte, habe ich manchmal für ein Kollektiv-Taxi bezahlt. Dank meinem Velo komme ich nun pünktlich zur Arbeit und kann das Geld für das Taxi für meine Kinder verwenden. "

Das Projekt "Velos für Afrika" wird in der Schweiz durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern unterstützt. Zudem werden für die Wiederinstandsetzung der Velos beinahe 800 Temporärstellen pro Jahr geschaffen, wodurch Stellensuchenden bei der beruflichen und gesellschaftlichen Eingliederung geholfen wird.

m-way: 250 Franken für das alte Velo Als Partner des Projekts gewährt m-way seinen Kundinnen und Kunden beim Kauf eines Elektrovelos einen Rabatt von 250 Franken auf ihr altes Fahrrad und stellt dieses "Velos für Afrika" zur Verfügung. m-way ist für die Übergabe an Gump- & Drahtesel verantwortlich, die dann die Wiederinstandsetzung sowie den Transfer nach Afrika sicherstellen.

Mit dem nächsten Containertransport nach Tansania überschreitet "Velos für Afrika" per 14. September die 100'000er Marke von eingesammelten Velos. m-way nutzt diese Gelegenheit zur erneuten Lancierung seiner Umtauschaktion und ruft alle Interessierten dazu auf, ihr Velo beim Kauf eines neuen E-Bikes in einer der 6 Verkaufsstellen abzugeben (Genf, Lausanne, Zürich, Bern Westside, Basel und St. Gallen).

Win-Win-Situation Matthias Maurer, Manager von "Velos für Afrika", freut sich über die tatkräftige Unterstützung: "Unsere Zusammenarbeit mit m-way ist sehr positiv! Diese Aktion kann tatsächlich Veränderungen bewirken, da das Fahrrad auf dem afrikanischen Kontinent ein sehr beliebtes Fortbewegungsmittel ist. Bei fehlenden öffentlichen Verkehrsmitteln ist das Velo ein guter Ersatz. Zudem verkürzt es lange Strecken, die vorher zu Fuss zurückgelegt wurden. Ein neues Velo kostet teilweise jedoch mehr als ein Monatsgehalt. Unsere Initiative schafft eine konkrete Lösung und verbessert das Alltagsleben von zahlreichen Familien. Ausserdem unterstützt uns m-way effizient mit den Velosammelaktionen. Zusammen können wir mehr Menschen die Anschaffung eines erschwinglichen Qualitätsvelos ermöglichen, ohne dabei Material zu verschwenden. Da ist eine Win-Win-Situation!"

"Schweiz rollt": eine wertvolle sozio-ökonomische Unterstützung Vor dem Hintergrund seines Engagements für nachhaltige Entwicklung ist m-way auch mit der Schweizer Organisation "Schweiz rollt" eine Partnerschaft eingegangen. Diese Zusammenarbeit hat drei Ziele: m-way stellt gratis Elektro-Velos in den Verkaufsstellen von Zürich, Genf und Lausanne zur Verfügung und begünstigt dadurch die nachhaltige Mobilität. Das Engagement von m-way betrifft aber auch die soziale Solidarität und das Recycling. Im Kanton Waadt übergibt m-way zum Beispiel 50 % der alten eingesammelten Velos seiner Kundschaft an "Lausanne rollt". Sein Partner überreicht diese Velos danach an Organisationen, wie etwa an die Migranteneinrichtung EVAM im Kanton Waadt. EVAM verteilt die Velos an die Asylzentren, so dass die Bewohner über ein Transportmittel verfügen, das ihnen die Integration in ihrem neuen Leben erleichtert. Was Zürich betrifft, wird die Beschaffung von Zweirädern vorwiegend im Bereich der beruflichen und gesellschaftlichen Integration durchgeführt. In Genf ist es schliesslich die Genossenschaft Péclot 13, die 50 % der Drahtesel sammelt, sie repariert und zu sehr niedrigen Preisen weiterverkauft. Die Genossenschaft erzielt damit keine Gewinne, fördert aber die Arbeitsbeschaffung, indem in ihren Werkstätten junge Mechaniker ausgebildet werden.

Verantwortlichkeit und nachhaltige Mobilität: künftige Herausforderungen Bei m-way wird Solidarität grossgeschrieben, denn der Nutzen der Beschaffung von Velos ist dreifach:

- Durch die berufliche und gesellschaftliche Eingliederung in der Schweiz wird ein Beitrag zur Unterstützung der Wirtschaft sowie zur Förderung des lokalen Arbeitsmarktes geleistet.

- Es wird eine konkrete und zugängliche Lösung zur Überwindung längerer Distanzen in ländlichen Gebieten in Afrika, südlich der Sahara geboten.

- Es ist ein Engagement für die Umwelt. Den Velos wird ein zweites Leben geschenkt, was auch die unnötige Abfallproduktion verringert.

Hans-Jörg Dohrmann, Geschäftsführer von m-way, meint zum Engagement von m-way: "Wir leben in einer zunehmend globalisierten Welt. Ein dauerhaftes Geschäftsmodell ist in unseren Augen eines, mit dem wir sowohl unserer wirtschaftlichen, sozialen als auch ökonomischen Verantwortung gerecht werden. Nachhaltige Mobilität ist auf Erfolgskurs. Sie ist ein Gewinn für die Umwelt und für die Lebensqualität aller. Wir freuen uns, mit Projekten wie diesen unseren Teil am Gesamtwohl beitragen zu können."

Zu m-way m-way wurde 2010 als Tochter der Migros mit dem Ziel gegründet, sich mit eigenen Fachmärkten frühzeitig im Bereich der Elektromobilität zu spezialisieren. Als Experte gestaltet m-way die ökologische und effiziente Fortbewegung von Menschen mit und leistet einen aktiven Beitrag im Wandel unseres Mobilitätsverhaltens.

m-way bietet seinen Kunden ein sorgfältig ausgewähltes Angebot an Elektrofahrzeugen führender europäischer Marken (E-Velos, E-Scooter, E-Motorräder und Elektroautos) sowie Infrastrukturlösungen, innovative Online-Tools, Zubehör und einen umfassenden Service für eine neue Mobilität an. Dazu gehören auch Finanz- und Versicherungsdienstleistungen. Ökostromzertifikate sind fester Bestandteil des Fahrzeugangebots und gewährleisten die erforderliche Nachhaltigkeit.

Als Tochter der Migros treibt m-way mit starken Partnern das Thema neue Mobilität voran. So engagiert sich m-way massgeblich in E-Car-Sharing-Projekten, z.B. in Zusammenarbeit mit Mobility, der SBB und Siemens.

Innerhalb von zwei Jahren hat m-way ein schweizerisches Filialnetz mit Fachmärkten in den bedeutendsten Schweizer Städten aufgebaut, namentlich in Zürich, Bern, Basel, St. Gallen, Genf und Lausanne. Ab 2013 will das Unternehmen mit Franchise-Partner seine Präsenz weiter ausbauen.

Velos für Afrika

Mit der Gründung der Organisation "Velos für Afrika" im Jahr 1993 leistete Paolo Richter in der Schweiz Pionierarbeit. Sie unterstützt die berufliche und gesellschaftliche Eingliederung von mehr als 700 Erwerbslosen pro Jahr in der Schweiz durch die Beschäftigung in den Werkstätten für alte Velos sowie in anderen Werkstätten (Metall, Administration, Verkauf). Wenn Zweiräder in einem zu schlechtem Zustand sind, werden sie demontiert, damit wenigstens die noch gebrauchbaren Einzelteile weiter verwendet werden können und nichts verschwendet wird. Die wieder in Stand gesetzten Velos sowie die Ersatzteile werden dann in die afrikanischen Länder versandt. Es wurden unter anderem verlässliche Partnerschaften mit lokalen gemeinnützigen Organisationen in Burkina Faso, Ghana, Gambia, der Elfenbeinküste, Tansania und Eritrea aufgebaut. Die lokalen Partner bezahlen für den Transport der Fahrräder, empfangen sie und dürfen sie zu niedrigen Preisen an die lokale Bevölkerung weiterverkaufen, die keinen Zugang zu erschwinglichen öffentlichen Transportmitteln hat. Fast 100'000 wurden bis heute verschickt und vor Ort wird eine Nachfassaktion bei jedem Partner durchgeführt. Der Transport wird mit einer auf das Minimum reduzierte CO2-Bilanz durchgeführt: Eine Partnerschaft mit dem nationalen SBB-Netz ermöglicht es Privatpersonen, ihre alten Velos an schweizweit über 600 Sammelstellen abzugeben. Sobald sie wieder in Stand gesetzt wurden, werden die Zweiräder per Lastwagen nach Basel transportiert, wo sie per Schiff oder Zug bis in den Hafen von Antwerpen befördert werden, bevor sie per Frachtschiff in die afrikanischen Haupthäfen von Accra, Assab, Dar es Salam etc. entsandt werden. Von dort aus werden sie schliesslich per Landtransport zur Endverkaufsstelle gebracht. Sinnbildlich für eine konsequente Abwicklung im Sinne der nachhaltigen Entwicklung wurden "Velos für Afrika" und die Berner Recycling-Werkstätten Gump- & Drahtesel schon mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter unter anderem dem "Swiss Social Entrepreneur Prize" der Schwab Stiftung im Jahr 2009.

"Schweiz rollt"

Die Förderung eines umweltfreundlichen Transportmittels im Kontext sozialer Solidarität - das ist die Grundidee von "Schweiz rollt". Im Jahr 1994 in Zürich ins Leben gerufen war das Projekt ein wahrer Erfolg und hat sich schnell weiterentwickelt. Die Organisation ist heute in 7 Städten oder Regionen präsent (Genf, Lausanne, Neuchâtel, Bern, Thun, Zürich sowie im Wallis) mit insgesamt mehr als 1'400 Velos, die mehr als 120'000 Mal im Jahr über ein einfaches gratis Verleihsystem ohne Mitgliederkarte ausgeliehen werden. Alle "Schweiz rollt"-Stellen werden gemeinnützig betrieben und bieten Langzeitarbeitslosen, Asylbewerbern und Flüchtlingen im Rahmen eines beruflichen und gesellschaftlichen Integrationsprogramms Arbeitsstellen an. Sie erhalten eine Ausbildung im Bereich Kundenbetreuung, kaufmännischer Verwaltung, Logistik, Reparatur und Wartung von Velos. Als effizientes, schnelles und preiswertes Fortbewegungsmittel im städtischen Umfeld ist das Velo eine echte Alternative zu motorisierten Fahrzeugen. Zudem trägt die Benutzung des Fahrrads auch zur Reduktion des Strassenverkehrs bei (und somit der Überlastung der Stadtzentren, der Umweltverschmutzung, des Lärms, des Energieverbrauchs und des Sicherheitsrisikos).

Hochauflösende Pressebilder D: http://m-way.ch/de/ueber-uns/medien/medienmitteilungen.html F: http://m-way.ch/fr/portrait/media.html

Kontakt:

m-way ag
Thomas Schröder
Director Marketing & Communication
Telefon +41 44 545 20 20
thomas.schroeder@m-way.ch
www.m-way.ch

Velos für Afrika
Mathias Maurer
+41 (0)31 979 70 78
matthias.maurer@gump-drahtesel.ch
velosfuerafrika.ch

Schweiz rollt
Florian Jenzer
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florian.jenzer@aoz.ch
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