Migros-Genossenschafts-Bund

Migros unterstützt den Anbau von nachhaltig produziertem Palmöl zum Schutz der Tropenwälder

    Zürich (ots) - Vor acht Jahren rief die Migros zusammen mit dem WWF das Projekt "Nachhaltig produziertes Palmöl" ins  Leben und brachte damit international den Stein ins Rollen. In diesen Tagen werden in Südostasien die ersten Plantagen zertifiziert, die nach den Richtlinien des "Roundtable on Sustainable Palm Oil" (RSPO) nachhaltig Palmöl produzieren. Die Migros kauft Zertifikate für nachhaltiges Palmöl zum Schutz der Tropenwälder. Auch ihre Drittlieferanten sollen in Zukunft den Anbau von nachhaltigem Palmöl unterstützen.

    Palmöl ist für viele Tropenländer ein wichtiges Exportprodukt. Aus diesem Grund fallen immer mehr Tropenwälder neuen Palmölplantagen zum Opfer. Um diese Entwicklung zu stoppen, hat sich die Migros bereits 1999 zum Ziel gesetzt, für ihre Produkte nur noch Palmöl aus nachhaltiger Produktion einzusetzen. Zusammen mit dem WWF erarbeitete sie entsprechende Kriterien und Richtlinien, die erstmals in Ghana erfolgreich umgesetzt wurden. 2002 erhielt die Migros am UNO-Umweltgipfel in Johannesburg den World Business Award für das Projekt "Nachhaltiges Palmöl". Heute ist die Migros stolz darauf, dass ihr Engagement zum Schutz des Tropenwaldes international Schule macht. In diesen Tagen werden die ersten Palmölplantagen in Indonesien und Malaysia zertifiziert, die nach den strengen Richtlinien des Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO) Palmöl produzieren. Endlich gelangt damit auch nachhaltig produziertes Palmöl in den internationalen Handel.

    Nachhaltiger Plantagen-Anbau In der Geschäftsleitung der RSPO* sind Interessengruppen für die nachhaltige Palmölproduktion vertreten, darunter WWF und Migros als Gründungsmitglieder. Die von RSPO erarbeiteten Kriterien und Richtlinien basieren weitgehend auf den Kriterien, welche WWF und Migros bereits 2001 gemeinsam erarbeitet haben. Diese wurden in den einzelnen Ländern weiterentwickelt und Anfang 2008 erfolgreich eingeführt. Nachhaltiger Anbau bedeutet, dass für die Plantagen ab 2005 kein Tropenwald mehr brandgerodet worden ist, dass die Gesetzte eingehalten werden und faire und sichere Arbeitsbedingungen vorherrschen. Auch Forderungen nach Erhalt der Artenvielfalt, minimalem Einsatz von Chemikalien oder nach Landrecht müssen erfüllt sein. Die Palmölproduzenten unter den RSPO Mitgliedern decken heute bereits rund 40 Prozent der Weltproduktion von Palmöl ab. Die Plantagen, die für Zertifizierungen parat sind, produzieren jährlich rund 800'000 Tonnen Palmöl.

    Zertifikate zum Schutz der Tropenwälder Die Migros benötigt jährlich rund 6000 Tonnen Palmöl,  das in vielen Produkten eingesetzt wird: zum Beispiel in Backwaren, Suppen, Eiscreme, Margarinen und Fetten, aber auch in Kosmetik und Waschmitteln. Bereits ab 2001 hat die Migros damit begonnen, in ihren Lebensmittel-Produkten nachhaltig produziertes Palmöl nach den eigenen Kriterien einzusetzen. 2007 hat die Migros die RSPO-Kriterien übernommen. Seither beschafft sie nachhaltig produziertes Palmöl mit der Logistikvariante Book + Claim. Ab Juli 2008 wird die Migros die ersten RSPO-Zertifikate kaufen, die den nachhaltigen Anbau der Palmölplantagen nachweisen. Gleichzeitig werden auch Drittlieferanten verpflichtet, nach den gleichen Regeln wie die Migros-Industrie den Anbau von nachhaltigem Palmöl zu unterstützen und dafür Zertifikate zu kaufen.

    Matthias Diemer, Palmölexperte beim WWF Schweiz, begrüsst den Entscheid der Migros: "Die Migros schafft damit einen Anreiz für Zertifizierungen nach den RSPO-Richtlinien. Wir hoffen, dass andere Unternehmen nachziehen und in der Schweiz baldmöglichst zertifiziertes Palmöl verwendet wird."

    Die RSPO-Zertifizierungen von Palmölplantagen sind ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg, die Tropenwälder wirkungsvoll zu schützen. Bereits warten zahlreiche internationale Einzelhändler unter den RSPO-Mitgliedern darauf, ebenfalls nachhaltig produziertes Palmöl für ihre Produkte zu verwenden. Um die Vernichtung der Tropenwälder zu stoppen, sind jedoch weitere Massnahmen und Projekte nötig. Die Migros wird sich auch in Zukunft dafür engagieren.

    * Weitere Informationen zu RSPO siehe unter www.rspo.org

    Zürich, 16. Mai 2008

    Eine downloadbares Bild steht unter www.migros.ch/medien zur Verfügung.

Kontakt:
Migros-Genossenschafts-Bund:
Monika Weibel, Mediensprecherin MGB, Tel. 044 277 20 63,
monika.weibel@mgb.ch, www.migros.ch

WWF Schweiz:
Richard Lehner, Kommunikationsbeauftragter WWF Schweiz, Tel. 079 239
14 34, richard.lehner@wwf.ch



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