Bundesamt für Polizei

BAP: Nationale Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität hat ihre Arbeit aufgenommen Meldungen können auf neuer Internetsite abgegeben werden

      Bern (ots) - Die Koordinationsstelle zur Bekämpfung der
Internetkriminalität (KOBIK) von Bund und Kantonen hat ihren Betrieb
aufgenommen. Neben dem Internet-Monitoring gibt es mit der neuen
Stelle nun auch einen einheitlichen Ansprechpartner für das Ausland.
Ab sofort können auf www.cybercrime.admin.ch Meldungen über
verdächtige Internetinhalte abgegeben werden.

    Mit der Koordinationsstelle haben Bund und Kantone ein Instrument geschaffen, um die Internetkriminalität künftig besser bekämpfen zu können. Sie wird in den kommenden Wochen stufenweise aufgebaut.

Meldungsbearbeitung hat Priorität

    In der ersten Betriebsphase wird die Priorität der Koordinationsstelle bei der Verarbeitung der eingehenden Meldungen liegen. In den ersten Betriebstagen sind bereits über 100 Meldungen eingegangen. Anschliessend wird das aktive Monitoring aufgebaut. Das Bundesamt für Polizei (fedpol.ch) wird Mitte Jahr eine erste Standortbestimmung vornehmen.

    Die Kosten für die Koordinationsstelle belaufen sich jährlich auf 1,3 Millionen Franken. Zwei Drittel davon werden von den 25 beteiligten Kantonen übernommen, ein Drittel vom Bund. Mit Zürich laufen noch Gespräche für eine spätere Teilnahme am Projekt.

    Zu den Aufgaben der Koordinationsstelle gehören:

    - Erkennen von strafbaren Missbräuchen des Internets (Monitoring). - Koordination der Ermittlungsverfahren (Clearing) - national angelegte Analysen der Internet-Kriminalität Die Koordinationsstelle bearbeitet keine Personendaten. Dies bleibt den zuständigen Strafverfolgungsbehörden vorbehalten.

    Das KOBIK-Team setzt sich zusammen unter anderem aus Netzwerktechnikern, Spezialisten für Internetprotokolle und Informationssicherheit, Juristen und Kriminalanalytikern. Sie werden von massgeschneiderten, kostenintensiven Computerprogrammen unterstützt. An den bestehenden Ermittlungskompetenzen des Bundes oder der Kantone ändert sich mit der Einrichtung der Koordinationsstelle nichts.

Weitere Auskünfte: Philipp Kronig, Bundesamt für Polizei, Tel. 031 322 43 33

Notiz an die Redaktionen: Weitere Informationen finden Sie auf der erwähnten Internetsite www.cybercrime.admin.ch

BUNDESAMT FÜR POLIZEI Informationsdienst

Bern, den 10. Januar 2003



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