Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA)

Reise von Bundesrätin Micheline Calmy-Rey nach Ostasien

    Bern (ots) - Im Zusammenhang mit den Ausführungen in der Sonntagspresse über die Reise von Bundesrätin Micheline Calmy-Rey nach Ostasien (Nord- und Südkorea, Peking) hält das EDA folgendes fest:

    Bei der Vorbereitung der Reise nach Korea und Peking hatte sich herausgestellt, dass es unmöglich ist, mit den normalen Linienverbindungen via Peking nach Pyongyang zu gelangen, weil Nordkorea wegen der Lungenkrankheit SARS ohne 10-tägige Isolationsfrist keine Einreisen mehr zulässt. Es muss also über Russland geflogen werden. Allerdings bestehen  auch bei dieser Variante nach jüngsten Informationen Einreisebeschränkungen und andere Schwierigkeiten: zum Teil keine Flüge an den gewünschten Daten erhältlich, lange Umsteigezeiten und eine Flugzeit von 25 Stunden.

    Aus diesen Gründen ist dann eine Reise mit einem Flugzeug des Bundes in Erwägung gezogen worden. Für eine Anreise im Flugzeug des Bundes gilt die Auflage einer 10-tägigen Quarantäne nicht. Bundesrätin Calmy-Rey hat von Anfang an die Kosten dieses Fluges im Vergleich mit einem normalen Linienflug genau kennen wollen. Die Zahlen, die in diesem Zusammenhang in den Sonntagsmedien genannt werden, sind so genannte Vollkosten. Diese basieren auf einem Stundenansatz von Fr. 6'500,- und  umfassen namentlich auch die Löhne der Piloten, die ohnehin beim Bund angestellt sind, sowie Abschreibungen und Versicherungen.

    Wenn man auf diese Weise rechnet, wird jeder Flug eines Bundesrates mit einer Maschine des Bundes sehr teuer. Das EDA hat deshalb bereits vergangene Woche die Reisezentrale des Bundes und das UVEK/BAZL ersucht, diese Kosten noch einmal genau zu ermitteln, vor allem aber auch die eigentlichen Zusatzkosten zu berechnen, das heisst jene Aufwendungen, die direkt mit dem Flug zusammenhängen (Kerosinpreis, Kost und Logis für Crew etc.). Zudem soll abgeklärt werden, mit welchem Flugzeugtypus die geringsten Kosten anfallen. Die Abklärungen sind im Gange und das EDA wird anfangs nächste Woche darüber informieren.

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