Bundesamt für Gesundheit

BAG: Impf-Patenschaft: Ein Akt der Solidarität

      (ots) - Bern, 19. November 2004 – Ein neue Art der Zusammenarbeit
zwischen dem Bundesamt für Gesundheit BAG und UNICEF Schweiz, dem
Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, hat zum Ziel, Impfungen bei
uns zu einem Akt der Solidarität mit den Entwicklungsländern zu
erklären. Mit den „Impf-Patenschaften“ können Eltern, die ihre
Kinder in der Schweiz impfen lassen, einen Beitrag zu den weltweiten
Impfkampagnen von UNICEF leisten. Die-se Zusammenarbeit, die
anlässlich des Tags der Kinderrechte lanciert wird, stellt zugleich
eine konkrete Unterstützung des weltweiten Kampfes gegen gewisse
vermeidbare Krank-heiten dar sowie ein Mittel, das Bewusstsein für
die Bedeutung von Impfungen in der Schweiz und in der übrigen Welt
zu fördern.

    Jährlich werden 34 Millionen Säuglinge nicht geimpft, und 2 Millionen Kleinkinder sterben an Krankheiten, die mit Impfungen vermieden werden könnten. Der Zugang zu Impfungen stellt gemäss UNICEF ein Grundrecht der Kinder dar, um das es aber in vielen Gegenden der Welt schlecht bestellt ist.

    Impfungen bei uns zu einem solidarischen Akt mit den Entwicklungsländern zu erklären, wirft ein zusätzliches Licht auf deren Bedeutung und weist auf die enorme Wichtigkeit des weltweiten Kampfes gegen gewisse Krankheiten hin. Die Impf-Patenschaften bringen uns die Entwicklungsländer näher und verdeutlichen, dass gewisse Krankheiten, die bei uns gefährlich sein können, anderswo oftmals tödlich enden. Weltweite Impfaktionen sind deshalb von grosser Bedeutung.

    Das Projekt ist schlank organisiert. Die Aktion beruht auf Information und freiwilligen Bei-trägen. Das Vorgehen ist einfach: Eltern, die ihre Kinder impfen lassen, erhalten von der Kinderärztin oder vom Kinderarzt einen Flyer des Schweizerischen Komitees für UNICEF und einen Einzahlungsschein. Eine Kinderimpfung in einem Entwicklungsland zur Ver-meidung der wichtigsten Krankheiten (Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Kinderlähmung, Masern, Tuberkulose) ist nicht nur wirksam, sondern kostet auch wenig: nämlich nur rund einen Franken.

      Die Lancierung dieser „Impf-Patenschaft“ erfolgt am Tag der
Kinderrechte vom 20. No-vember. Die UN-Kinderrechtskonvention wurde
1989 von der Weltversammlung der Ver-einten Nationen verabschiedet
und von der Schweiz 1997 ratifiziert. Die Konvention pos-tuliert,
dass jedes Kind das Recht hat, gesund aufzuwachsen – ein Grundrecht,
das UNI-CEF weltweit umsetzen will. 2002 engagierte sich die UNICEF
beispielsweise in mehr als 250 Impfkampagnen, von denen rund 500
Millionen Kinder in 93 Ländern profitierten. Die weltweiten
Aktivitäten, an denen sich auch die Schweiz beteiligt, haben zur
Ausrottung der Pocken beigetragen. Bald wird auch die Kinderlähmung
besiegt sein und, sofern die Be-mühungen koordiniert werden, auch
die Masern, die heute noch jedes Jahr zu mehr als 600’000
Todesfällen führen.

    Text- und Bildmaterial sowie den Flyer von UNICEF Schweiz finden Sie auf www.sich-impfen.ch und www.unicef.ch unter der Rubrik News.

Für weitere Informationen:
Jean-Louis Zurcher, Kommunikation Bundesamt für Gesundheit
Telefon: +41 (0)31 322 95 05, E-mail: jean-
louis.zurcher@bag.admin.ch      
www.sich-impfen.ch

Alexander Rödiger, Leiter Information UNICEF Schweiz Telefon: +41 (0)44 317 22 20, Natel: +41 (0)76 566 58 93 E-mail: a.roediger@unicef.ch www.unicef.ch

Flyers sind erhältlich bei: Schweizerisches Komitee für UNICEF Baumackerstr. 24 8050 Zürich

Telefon: +41 (0)44 317 22 66 Fax: +41 (0)44 317 22 77 E-Mail: info@unicef.ch



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