Bundesamt für Gesundheit

Qualitätssicherung der Substitutionsbehandlungen

Nationale Substitutionskonferenz 2001     Bern (ots) - Die Nationale Substitutionskonferenz (NASUKO 2001), welche Substitutionsfachleute, Vertreterinnen und Vertreter von Behörden und Vereinen betroffener Eltern vereinigt, findet am Donnerstag und Freitag in Bern statt. Diese Konferenz ermöglicht, eine Standortbestimmung bezüglich der Methadonverschreibung bei Opiatabhängigkeit vorzunehmen und neue Empfehlungen zur Substitutionsbehandlung auszuarbeiten. Seit ungefähr dreissig Jahren leistet die Schweiz im Bereich der Durchführung solcher Behandlungen Pionierarbeit. Mit der Schliessung der offenen Drogenszenen zu Beginn der Neunziger Jahre hat die Methadonverschreibung stark an Bedeutung gewonnen und zu einer Verbesserung der Gesundheit und der sozialen Integration vieler Drogenabhängigen geführt. Zurzeit erhalten in der Schweiz etwa 18 000 Personen eine Methadonbehandlung.

    Ziel der Konferenz ist es, unter Methadon verschreibenden Ärztinnen und Ärzten, Fachleuten aus der psychosozialen Betreuung und Expertinnen und Experten für Substitutionsbehandlung bei Opiatabhängigkeit eine breite Diskussion zu führen und die Ergebnisse dieses Austauschs in die Ausarbeitung neuer Empfehlungen einfliessen zu lassen. Endprodukt der Veranstaltungsdiskussion und der Arbeit des Expertenpanels ist eine Aktualisierung des dritten Methadonberichts des Bundesamts für Gesundheit von 1995 unter Berücksichtigung der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse und der Erfahrungen in der Praxis.

    An der Konferenz soll in erster Linie der Entwicklungsprozess von Empfehlungen bekannt gemacht werden. Dieser Prozess gründet zum einen auf einer schweizerischen und einer ausländischen Literaturreview und zum anderen auf den vom Expertenpanel beurteilten Behandlungsszenarien, bei denen es um die Frage geht, bei welchen Patientinnen und Patienten eine Substitutionsbehandlung angebracht ist (und wenn ja, unter welchen Bedingungen) und bei welchen nicht. Die Ergebnisse der in der Schweiz durchgeführten Erhebungen, die Resultate der nationalen Methadonstatistik und die nationalen und internationalen Erfahrungen in Bezug auf die Qualität von Methadonbehandlungen werden an der Konferenz ebenfalls vorgestellt.

    Die NASUKO 2001 ist eine Etappe in der Entwicklung von Empfehlungen zur Substitutionsbehandlung Opiatabhängiger. Diese Empfehlungen werden von einem schweizerischen Expertenpanel erarbeitet, das zum Zeitpunkt der Konferenz mitten im Entwicklungsprozess steht. Die ersten Ergebnisse des Panels werden an der Konferenz diskutiert. Das Expertenpanel setzt sich aus Forscherinnen und Forschern sowie aus praktisch tätigen Fachleuten zusammen.

ots Originaltext: Bundesamt für Gesundheit
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