Lungenliga Schweiz / Ligue pulmonaire Suisse / Lega polmonare svizzera

Tuberkulose: Ansteckung und Ausbreitung verhindern

Bern (ots) - Rund 9 Millionen Menschen erkranken jährlich weltweit an Tuberkulose, jede sechste Person stirbt daran. Zum Internationalen Welt-Tuberkulose-Tag (24.3.) unterstreicht die Weltgesundheitsorganisation WHO, dass sich mit einer frühen Diagnose und der richtigen Behandlung die meisten Todesfälle vermeiden liessen. In der Schweiz ist die Lungenliga seit mehr als 100 Jahren bemüht, Neu-Ansteckungen zu verhindern und so die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen.

Im Jahr 2013 starben 1,5 Millionen Menschen an Tuberkulose (TB), obwohl die Krankheit heute gut behandelt werden kann. Die WHO erklärt diese hohe Zahl damit, dass Tuberkulose bei rund einem Drittel der Betroffenen nicht diagnostiziert oder falsch behandelt wird.

Die globale Epidemie bekämpfen: drei Massnahmen

Erklärtes Ziel der WHO ist, die Epidemie bis zum Jahr 2035 zu besiegen. Gemäss dem Motto «Reach, treat, cure everyone» setzt sie erstens auf eine bessere Aus- und Weiterbildung des Gesundheitspersonals, um die Früherkennung der Krankheit zu verbessern. Zweitens soll der Zugang zur Behandlung möglichst allen Betroffenen offen stehen, und drittens die Behandlungsqualität verbessert werden. Nur so kann eine weitere Ausbreitung der Krankheit verhindert werden.

Zu späte Diagnosen in der Schweiz

In der Schweiz erkranken jährlich rund 500 Menschen an Tuberkulose; oft sind es im Ausland geborene Personen, die sich in ihrem Herkunftsland angesteckt haben. Ab dem Zeitpunkt der Diagnose werden Patientinnen und Patienten in der Schweiz meistens gut und erfolgreich behandelt. Aber weil die Krankheit in der Schweiz selten geworden ist, erkennen viele Hausärzte die Krankheit erst in einem fortgeschrittenen Stadium.

Das Kompetenzzentrum Tuberkulose, das die Lungenliga im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit führt, bietet behandelnden Ärztinnen und Ärzten Unterstützung mit fachlicher Expertise und Know-how, u.a. mit der TB-Hotline und dem regelmässig revidierten Handbuch Tuberkulose. Mit sogenannten «Umgebungsuntersuchungen» klären die kantonalen Lungenligen zudem ab, ob Menschen im Umfeld einer erkrankten Person angesteckt wurden. So können weitere Ansteckungen meist verhindert werden - eine TB-Epidemie ist in der Schweiz daher nicht zu befürchten.

Das Kompetenzzentrum Tuberkulose (www.tbinfo.ch) der Lungenliga

   - publiziert aktuelle Empfehlungen zur Tuberkulose-Bekämpfung und 
     -Behandlung,
   - organisiert seit über 20 Jahren jährlich ein Fachsymposium in 
     Münchenwiler,
   - bietet Weiterbildungen für Fachpersonen und Ärztinnen und Ärzte 
     an,
   - betreibt die Tuberkulose-Hotline 0800 388 388 für medizinisches 
     Personal 

Weitere Informationen unter:

www.lungenliga.ch/tuberkulose 
www.tbinfo.ch 
www.stoptb.org 

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:


Lungenliga Schweiz
Barbara Weber, Mediensprecherin
Tel. +41 31 378 20 72
b.weber@lung.ch



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