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Eidg. Abstimmung - Allianz «Schutz vor Passivrauchen»: Bundesrat gesteht faktischen Zwang zum Arbeiten im Rauch

Bern (ots) - Der Bundesrat nimmt in Kauf, dass weiterhin tausende von Gastromitarbeitenden dem schädlichen Tabakrauch ausgesetzt sind. Gleichzeitig verweist er darauf, wie wirksam Regelungen gegen das Passivrauchen sind. Für die Urheber der Volksinitiative «Schutz vor Passivrauchen» ist es unverständlich, dass der Bundesrat den Kantönligeist höher gewichtet als den umfassenden Gesundheitsschutz des Gastropersonals.

Der Gesundheitsminister Alain Berset hat gegenüber den Medien dargelegt, wie wichtig der Schutz vor Passivrauchen bleibt. Er zitierte wissenschaftliche Studien, die belegen, wie rasch konsequente Passivrauchregelungen die Zahl der Herzinfarkte und Atemwegserkrankungen verringern. Dennoch lehnt der Bundesrat die Volksinitiative «Schutz vor Passivrauchen» ab. Gemäss dem geltenden Bundesgesetz können die Kantone strengere Regeln erlassen. Der Bundesrat wertet den Föderalismus höher als den umfassenden Gesundheitsschutz des Gastropersonals.

Widersprüchlicher Bundesrat

Mit der Ablehnung nimmt die Regierung in Kauf, dass weiterhin tausende von Gastromitarbeitenden bei der Arbeit dem schädlichen Passivrauchen ausgesetzt sind. Sie sind dabei gezwungen, ihre Gesundheit aufs Spiel zu setzen. Der Bundesrat räumt in der Botschaft ein, «dass bestimmten Arbeitnehmern eine Anstellung aus dem Grund verweigert wird, dass sie nicht bereit sind, in einem Raucherlokal zu arbeiten». Viele Personen sind aus wirtschaftlichen Gründen gezwungen, in einer Raucherbeiz zu arbeiten.

Bei allen Schadstoffen gelten die gleichen Schutzbestimmungen im ganzen Land. Einzig bei Passivrauchen können die Kantone entscheiden, ob Arbeitnehmende geschützt werden sollen. Die Volksinitiative «Schutz vor Passivrauchen» sorgt für einen umfassenden Schutz aller Mitarbeitenden vor dem schädlichen Passivrauchen. Sie schafft eine einheitliche Regelung im ganzen Land, die sich in acht Kantonen bestens bewährt hat.

Kontakt:

Allianz «Schutz vor Passivrauchen», c/o Lungenliga Schweiz,
Barbara Weber, Mediensprecherin
Tel.: +41/31/378'20'72
E-Mail: b.weber@lung.ch
Web: www.rauchfrei-ja.ch


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