Lungenliga Schweiz / Ligue pulmonaire Suisse / Lega polmonare svizzera

Lungenliga: Wie die Tabakindustrie die Wissenschaft kauft

Lungenliga: Wie die Tabakindustrie die Wissenschaft kauft
Bern (ots) - Jahrzehntelang scheute die Tabakindustrie keine Mühe, um die Schädlichkeit des Rauchens und des Passivrauchens zu vertuschen. Der Wissenschaftsbetrug des Genfer Medizinprofessors Ragnar Rylander stellt ein typisches Beispiel dafür dar. Auf Initiative der Lungenliga Schweiz und mit finanzieller Unterstützung des Tabakpräventionsfonds erscheint das Buch über die Rylanderaffäre in deutscher Sprache. In der Schweiz tritt die Tabakindustrie heute in der Öffentlichkeit zwar zurückhaltend auf. Man kann jedoch davon ausgehen, dass sie nach wie vor versucht, die öffentliche Meinung, die Politik und die Wissenschaft zu beeinflussen. Der Wissenschaftsbetrug des Genfer Universitätsprofessors Ragnar Rylander, der während 30 Jahren mit Philip Morris kollaborierte, ist kein Einzelfall. Er organisierte pseudo-wissenschaftliche Symposien und publizierte Studien, welche die Schädlichkeit des Passivrauchens leugneten. Die Autoren Sophie Malka und Marco Gregori beleuchten in ihrem Buch "Infiltration - Une taupe à la solde de Philip Morris" die Hintergründe um die Aufdeckung des Wissenschaftsbetrugs in den Jahren 2001 bis 2003. Die Lungenliga Schweiz hat sich für eine Übersetzung der französischsprachigen Originalausgabe eingesetzt, damit auch die Deutschschweizer Öffentlichkeit von den wahren Machenschaften der Tabakindustrie erfährt. Am 16. Februar 2008 erscheint die deutschsprachige Ausgabe unter dem Titel "Vernebelung - Wie die Tabakindustrie die Wissenschaft kauft" im Orell Füssli Verlag. Die Rylanderaffäre zeigt, dass gerade die Schweiz - Hauptsitz zahlreicher Tabakfirmen - nicht gegen die Machenschaften der Tabakindustrie gefeit ist. Von besonderer Bedeutung ist der Fall auch für das Schweizer Gesundheitswesen. Solange die Schädlichkeit des Passivrauchens von Wissenschaftlern wie Rylander nämlich in Frage gestellt wurde, waren wirksame Schutzmassnahmen in der Öffentlichkeit und der Politik kein Thema. Die gezielte wissenschaftliche Verharmlosung der Schädlichkeit des Passivrauchens durch die Tabakindustrie ist ein Grund, warum ein grosser Teil der Schweizer Bevölkerung auch heute noch an Arbeitsplätzen und in öffentlich zugänglichen Innenräumen dem schädlichen Tabakrauch ausgesetzt ist. ots Originaltext: Lungenliga Schweiz Internet: www.presseportal.ch Kontakt: Simon Küffer Projektleiter Tabakpolitik Lungenliga Schweiz Tel.: +41/31/378'20'50 E-Mail:s.kueffer@lung.ch Internet: http://www.lungenliga.ch

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