Lungenliga Schweiz / Ligue pulmonaire Suisse / Lega polmonare svizzera

Psychosoziale Beratung und Begleitung der kantonalen Lungenligen

Eine Lungenkrankheit kommt selten alleine Bern (ots) - Chronische Erkrankungen der Atemwege oder der Lunge belasten die Betroffenen nicht nur physisch. Oft machen sie auch Angst und führen zu Missstimmung, Depression oder gar Vereinsamung. Mit ihrem Angebot der psychosozialen Beratung und Begleitung helfen die kantonalen Lungenligen den Betroffenen, mit ihren psychischen Belastungen und in ihrem schwierigen Alltag besser zurecht zu kommen. Chronische Krankheiten können die Betroffenen aufgrund der Dauer, des Verlaufes oder der ständigen Schmerzen und Einschränkungen in eine schwierige psychische oder psychosoziale Situation bringen. Schwere Lungen- und Atemwegserkrankungen sind in dieser Hinsicht besonders heimtückisch: Permanente Atembeschwerden, das beklemmende Gefühl, zu wenig Luft zu bekommen und dadurch Kraft zu verlieren, lösen bei den Patientinnen und Patienten häufig Ängste, Panik und zuweilen depressive Stimmungen aus. So befinden sich Menschen mit einer chronischen Bronchitis, schwerem allergischem Asthma, einem Lungenemphysem, Cystischer Fibrose oder einer Tuberkulose nicht selten in einem Teufelskreis, aus dem sie alleine nicht mehr herauskommen: Was tun, wenn die Krankheit bei jeder Aufregung Luft und Kraft kostet? Wie weiter, wenn man deshalb nicht mehr arbeiten kann, seine Freunde verliert? Wie kommt man in dieser Lage mit den eigenen Unsicherheiten und Ängsten zurecht? Wie verhält man sich gegenüber den zuweilen pedantischen Forderungen der Versicherungen und Behörden. Wie kämpft man für seine Lebensqualität, seine verbrieften Ansprüche und Rechte, wenn Kraft und Mut zu kämpfen, schlichtweg fehlen? Resignieren oder kämpfen? Der Teufelskreis, in dem sich Lungenkranke und Atembehinderte häufig befinden, ist nicht einfach zu durchbrechen: Je passiver sie sich verhalten, desto weniger Schmerzen bereitet das Atmen. Je aktiver und entschlossener sie aber gegen die Krankheitsfolgen wie Teil- oder Vollinvalidität, Erwerbsausfall, gesellschaftliche Isolation etc. ankämpfen, desto stärker machen sich oft Atemnot, Schmerzen oder die fehlende Kraft bemerkbar. Der Grund: In Stress-Situationen beschleunigt sich die Atmung, wodurch die bestehende Unterversorgung mit Sauerstoff beziehungsweise die Folgen der Atembehinderung noch verstärkt werden. Die kantonalen Lungenligen helfen weiter! Nebst der Atemtherapie mit speziellen Geräten gehört die psychosoziale Beratung und Begleitung zu den wichtigen Aufgaben der kantonalen Lungenligen und deren regionalen Beratungsstellen. Die psychosoziale Beratung wird von Krankenschwestern/pflegern und/oder Sozialarbeitern/innen vor Ort durchgeführt. Je nach Person beinhaltet die Hilfe: Beratung bei persönlichen, familiären und sozialen Problemen, Rechts- und Versicherungsberatung, Unterstützung in finanziellen Notsituationen, Hilfe bei Wohnproblemen, Koordination von Bezugspersonen, Erschliessung von eigenen Ressourcen und Vermittlung von Dienstleistungen. Gehör bei einer neutralen Stelle finden Wer seinen Leben lang selbständig und nie auf fremde Unterstützung angewiesen war, tut sich mit Hilfe von aussen oft schwer. Wenn krankheitsbedingt berufliche Leistungseinbussen, finanzielle Engpässe oder eine gesellschaftliche Isolation und depressive Verstimmungen resultieren, wird «fremde Hilfe» oft erst angenommen, wenn es schon fast zu spät ist: Wenn die Wohnung oder die Arbeitsstelle schon gekündigt, wenn die Unstimmigkeiten mit Behörden, Vermietern, Arbeitgebern oder Familienmitgliedern schon weit fortgeschritten sind. Oft ist nur eine vorübergehende Hilfe nötig, um die Verhältnisse wieder so weit ins Lot zu bringen, dass die Betroffenen die Dinge wieder selbst in die Hand nehmen können. Es gibt aber auch Fälle, bei denen die Lungenligen eine langfristig stützende Funktion ausüben. Für diese Langzeitkranken ist es wichtig, sich bei Bedarf an eine neutrale Stelle wenden zu können, wo sie Gehör finden, ohne als Person in Frage gestellt zu werden. Durch den regelmässigen Kontakt mit der Beratungsstelle kann eine tragfähige Beziehung entstehen. Diese erlaubt es, einzelne psychische Schwierigkeiten anzugehen und in kleinen Schritten eine Veränderung im Denken und Verhalten der Betroffenen zu bewirken. Dadurch können die Langzeitpatienten stabilisiert werden. Die psychosoziale Beratung und Begleitung der Lungenliga Schwerpunktthema der neusten Ausgabe von inspiration, das Informationsmagazin der Lungenliga Eingehend mit dem Thema psychosoziale Beratung und Begleitung von Lungenkranken und Atembehinderten befasst sich das Informationsmagazin «inspiration» der Lungenliga Schweiz, Nr. 6/01. Es erscheint auf deutsch, französisch und in einer Sonderausgabe auch auf italienisch. Einzelexemplare können gratis bezogen werden bei: Lungenliga Schweiz LLS Nadia Schawalder Südbahnhofstrasse 14 c 3000 Bern 17 Tel. +41 31 378 20 50 Fax +41 31 378 20 51 n.schawalder@lung.ch Weitere Informationen über die Dienstleistungen der Lungenliga zugunsten von Menschen mit Lungen- und Atemwegserkrankungen erhalten Sie über: Internet: www.lung.ch E-Mail: Info@lung.ch ots Originaltext: Lungenliga Schweiz LLS Internet: www.newsaktuell.ch Kontakt: Werner Vogel, Leiter Marketing und PR, Lungenliga Schweiz, Südbahnhofstr. 14c, 3000 Bern 17, Tel. +41/31/378'20'54, Natel +41/76/386'46'97, E-Mail: w.vogel@lung.ch

Weitere Meldungen: Lungenliga Schweiz / Ligue pulmonaire Suisse / Lega polmonare svizzera

Das könnte Sie auch interessieren: