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Studio Mumbai gewinnt den dritten BSI Swiss Architectural Award

Studio Mumbai gewinnt den dritten BSI Swiss Architectural Award
Studio Mumbai, Copper House 2 Copyright Hélène Binet. / Weiterer Text ueber ots und auf http://www.presseportal.ch. Die Verwendung dieses Bildes ist fuer redaktionelle Zwecke honorarfrei. Veröffentlichung unter Quellenangabe: "ots.Bild/ BSI SA"

Lugano (ots) - - Studio Mumbai (Indien) erhält den dritten BSI Swiss Architectural Award

- Der Gewinner nimmt den mit 100 000 Franken dotierten Preis am 20. September 2012 in der Accademia di Architettura in Mendrisio (Università della Svizzera Italiana) entgegen. Die von den Kandidaten eingereichten Arbeiten sind Gegenstand einer Ausstellung, die anlässlich der Preisverleihung eröffnet wird.

Studio Mumbai (Indien) gewinnt den dritten BSI Swiss Architectural Award. Gestiftet wird die internationale Architekturauszeichnung von der BSI Architectural Foundation unter der Schirmherrschaft des Bundesamts für Kultur in Bern und der Accademia di Architettura in Mendrisio (Universität der italienischen Schweiz). Die Organisation übernimmt das Archivio del Moderno in Mendrisio.

Mit einem Preisgeld von 100 000 Franken zählt der BSI Swiss Architectural Award international zu den am höchsten dotierten Architekturpreisen. Der Preis wird dem Gewinner am 20. September 2012 anlässlich einer Feier in der Accademia di Architettura in Mendrisio (Schweiz) übergeben. Am selben Tag öffnet eine Ausstellung ihre Pforten, in der die von den Kandidaten eingereichten Arbeiten präsentiert werden.

Der nun zum dritten Mal verliehene internationale Architekturpreis BSI Swiss Architectural Award wird alle zwei Jahre vergeben. Er soll auf junge Architekten aus aller Welt aufmerksam machen, die mit ihren Werken massgeblich zur Diskussion und Praxis der zeitgenössischen Architektur beitragen - und die dabei besonders sorgsam mit der Landschaft und Umwelt umgehen.

Der Gewinner der Preisverleihung 2012, Studio Mumbai, wurde unter 26 Kandidaten aus 12 Ländern ausgewählt.

Die Jury war von der Qualität der präsentierten Werke und der Originalität des befolgten Prozesses überzeugt und kürte Studio Mumbai einstimmig zum Sieger. Sie zeigte sich beeindruckt von "einem Prozess, der auf einem hochklassigen handwerklichen Können aufbaut. Die kontinuierliche Interaktion zwischen Planung und Konstruktion sorgt dafür, dass dieser Prozess ständig überdacht und aufgewertet wird. Bemerkenswert ist zudem eine Form der Zusammenarbeit, welche die verschiedenen Leistungsbeiträge zu einem untrennbaren Ganzen vereint und so zum gewünschten Ziel führt. Der Bezug zur lokalen Tradition wird in diesen Werken durch die konkrete Bautätigkeit hergestellt (und nicht durch ein festgelegtes formales oder typologisches Repertoire). Weil der Prozess empirisch ausgerichtet ist, stellt er die Natur des schöpferischen Akts infrage und macht den Weg frei für fruchtbare Entwicklungen."

Der Vorsitzende der Jury, Mario Botta, erklärte: "Studio Mumbai überzeugt durch seinen kreativen Prozess und das Bestreben, auf Grundlage eines sedimentierten Konstruktionswissens einen Bezug zur Geschichte und zum Gedächtnis des Ortes herzustellen. Dadurch spricht Studio Mumbai eine zeitgenössische Sprache, die frei von Nostalgie ist. Mich freut der Gedanke, dass in unserer von der Globalisierung geprägten Zeit handwerkliche Fertigkeiten wieder in den Vordergrund rücken. Vor diesem Hintergrund erweist sich die Architektur primär als gehobener und weiser Ausdruck der menschlichen Arbeit."

Das Ziel der Auszeichnung, das hohe Niveau der Jury und die erstklassigen Kandidaten, die ein Beraterausschuss aus international renommierten Architekten und Architekturkritikern ausgewählt hat, haben dem Award seit 2007 zu hohem internationalem Ansehen verholfen. Damals gewann Solano Benitez (Paraguay) erstmalig den Preis für "die architektonische Suche, die er in einem problematischen politisch-ökonomischen Umfeld und unter objektiven praktischen Schwierigkeiten unternahm - weitab von den durch die Globalisierung diktierten Produktionsprozessen". 2010 ging der Award an Diébédo Francis Kéré (Burkina Faso/Deutschland) für seine "wesentliche, intelligente, kompromisslose Architektur ohne überstrukturelle Komponenten".

Die Preisverleihung findet am 20. September 2012 in der Accademia di Architettura in Mendrisio (Schweiz) statt. Sie bietet eine grossartige Gelegenheit, sich mit hochaktuellen Themen - wie dem sozialen und ökologischen Wert der zeitgenössischen Architektur - auseinanderzusetzen. Am selben Tag wird in der Galerie der Accademia di Architettura die Ausstellung der Arbeiten eröffnet, welche die Kandidaten eingereicht haben. Die Werke werden in einer Monografie in italienischer und englischer Sprache präsentiert.

In der Jury des dritten BSI Swiss Architectural Award führt Mario Botta (Schweiz) den Vorsitz. Die Jurymitglieder sind Gonçalo Byrne (Portugal), Marco Della Torre (Italien), Diébédo Francis Kéré (Burkina Faso/Deutschland) und Mohsen Mostafavi (USA). Als für den Preis zuständiger Sekretär fungiert Nicola Navone (Schweiz).

Der Beraterausschuss setzt sich aus Solano Benitez (Paraguay), Barry Bergdoll (USA), Ole Bouman (Niederlande), Luis Fernandez Galiano (Spanien), Kenneth Frampton (USA), Sean Godsell (Australien), Kengo Kuma (Japan), Shelley McNamara (Irland), Rahul Mehrotra (Indien) und Valerio Olgiati (Schweiz) zusammen. Bereichert wird dieser höchst repräsentative Ausschuss noch durch die beiden letzten Gewinner des Pritzker-Preises, Eduardo Souto de Moura (Portugal) und Wang Shu (China).

Die Kandidaten des BSI Swiss Architectural Award 2012 sind: Alejandro Aravena (Chile), Atelier Bow-Wow (Japan), Nuno Brandão Costa (Portugal), Angelo Bucci (Brasilien), Jan de Vylder, Inge Vinck und Jo Taillieu (Belgien), Marcus Donaghy und William Dimond (Irland), Ecosistema Urbano (Spanien), Liza Fior - MUF Architecture (Grossbritannien), Antón García-Abril (Spanien), Anna Heringer (Deutschland), Zhang Ke (China), Zhang Lei (China), LTL ARCHITECTS (USA), Gurjit Singh Matharoo (Indien), Alberto Mozó (Chile), Hiroshi Nakamura (Japan), Mauricio Pezo und Sofia von Ellrichshausen (Chile), Smiljan Radic Clarke (Chile), Camilo Rebelo (Portugal), Enric Ruiz-Geli (Spanien), José María Saez (Ecuador), Joaõ Pedro Serôdio und Isabel Furtado (Portugal), Dominic Stevens (Irland), Studio Mumbai (Indien), Jonathan Woolf (Grossbritannien), Alejandro Zaera Polo (Spanien).

Die englischsprachige Website http://www.bsi-swissarchitecturalaward.ch/en/ enthält alle wichtigen Informationen zum Wettbewerb, wie unter anderem die Namen der Sieger und die Arbeiten der früheren BSI Swiss Architectural Awards.

Preisträger: Studio Mumbai

Das von Bijoy Jain gegründete Studio Mumbai ist ein Kollektiv aus geschickten Handwerkern und Architekten, die ihre Projekte direkt entwerfen und bauen. Die Gruppe, die sich im Lauf der Zeit herausgebildet hat, teilt sich eine Werkstatt. Sie befolgt einen wiederkehrenden Prozess, der auf die Produktion von 1:1-Modellen, Plastiken, Materialstudien, Skizzen und Zeichnungen setzt, um Ideen zu ergründen. Die Projekte starten mit einer genauen Untersuchung des jeweiligen Orts und der Praktiken, die aus der Handwerkstradition abgeleitet werden. Zum Tragen kommen zudem die Konstruktionstechniken, die lokalen Materialien und der Einfallsreichtum, der sich aus der begrenzten Verfügbarkeit von Ressourcen ergibt.

Das Wesen der Arbeit von Studio Mumbai liegt in der Beziehung zwischen Landschaft und Architektur. Die Herausforderung besteht darin, in der kreativen Architektur das Potenzial aufzuzeigen, das ein kollektiver Dialog und ein direkter Wissensaustausch entfalten können.

Bijoy Jain wurde 1965 in Mumbai, Indien, geboren. 1990 erlangte er sein Diplom an der Washington University von St. Louis, USA. Zwischen 1998 und 2005 arbeitete er in Los Angeles und London. Danach kehrte er nach Indien zurück, um sein eigenes Studio zu gründen.

Weitere Informationen und Fotos: mediarelations@bsibank.com

BSI Architectural Foundation

Die BSI Architectural Foundation ist eine Stiftung der BSI AG, die das öffentliche Bewusstsein, die Ausbildung und die Forschung im Bereich der Architektur fördert. Zweck der Stiftung ist insbesondere die alle zwei Jahre erfolgende Vergabe eines Architekturpreises (BSI Swiss Architectural Award) und die Unterstützung von damit zusammenhängenden Projekten wie Ausstellungen, Publikationen und Präsentationen. Mitglieder des Stiftungsrates sind Felix R. Ehrat (Präsident), Mario Botta (Vizepräsident), Alfredo Gysi und Marco Solari. http://www.bsi-swissarchitecturalaward.ch/en/

BSI

Die BSI AG wurde 1873 in Lugano (Schweiz) gegründet. Sie ist eine der ältesten Banken in der Schweiz und auf das Private Wealth Management spezialisiert. Seit 1998 wird BSI vollumfänglich von der Generali Gruppe kontrolliert, einem der weltweit führenden Versicherungs-und Finanzkonzerne. Dem Aufbau und der Pflege dauerhafter Kundenbeziehungen schenkt die Bank besondere Aufmerksamkeit. Gleichzeitig stellt sie ihren Kunden eine umfassende Vermögensverwaltung mit erstklassigen Produkten zur Verfügung. Sie ist an den wichtigsten internationalen Finanzplätzen in Europa, in Lateinamerika, im Nahen Osten und in Asien vertreten.

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Nicola Navone
Secretary of the BSI Swiss Architectural Award
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Fax: +41/58/666'55'55
E-Mail: navone@arch.unisi.ch



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